Schulz neuer Präsident des EU-Parlaments

14. Februar 2016 - 16:36 Uhr

Der deutsche Sozialdemokrat Martin Schulz ist neuer Präsident des Europaparlaments. Der bisherige Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten erreichte in Straßburg bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Von 699 anwesenden Parlamentariern stimmten 387 für ihn, also gut 55 Prozent. Die Fraktion der Sozialdemokraten hat 184 Mitglieder.

Schulz tritt die Nachfolge der konservativen Polen Jerzy Buzek an. Er wandte sich in aller Deutlichkeit an die EU-Regierungen: "Wer glaubt, man könne ein Mehr an Europa mit einem Weniger an Parlamentarismus schaffen, dem sage ich hier und jetzt den Kampf an."

Schulz führt die Volksvertretung für die nächsten zweieinhalb Jahre bis zur Europawahl 2014.