Schulen sollen vorläufige Noten erstellen

Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister von Niedersachsen, spricht vor Journalisten. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
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31. März 2020 - 9:30 Uhr

Die allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen sollen für den Fall noch längerer Unterrichtsausfälle in der Corona-Krise schon für Mitte April vorläufige Zeugnisnoten vorbereiten. Dies geht aus einem Erlass des Kultusministeriums vom vergangenen Freitag hervor. Auf Basis der bisherigen Leistungen im laufenden Schuljahr sollen demnach bereits Notenübersichten erstellt werden, die den Stand bis zum 15. April widerspiegeln.

Damit soll gewährleistet sein, dass entsprechende Bewertungen dokumentiert sind, falls sich die Schulschließungen über das Ende der Osterferien hinaus ziehen. Auch die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Dienstag) berichtete darüber. Zwischenstände sollen für alle Schüler und Fächer erarbeitet werden.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte angekündigt, dass die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr verschoben werden. "Ich möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen", sagte er. Die Abiturklausuren werden zwischen dem 11. und 30. Mai geschrieben - rund drei Wochen später als zunächst geplant. Die Abschlussarbeiten der Schüler der 9. und 10. Klassen an Haupt- und Realschulen beginnen am 20. Mai. Ob der neue Zeitplan zu halten ist, soll kurz nach Ostern beurteilt werden. Schlimmstenfalls könnten die Schulen sogar bis zum Sommer geschlossen bleiben.

Quelle: DPA