Gerüchte um Münchener Gymnasium

Doch kein Bußgeld gegen "Fridays for Future"-Demonstranten

Seit Monaten gehen Schüler freitags lieber zur Demo statt zur Schule.
Seit Monaten gehen Schüler freitags lieber zur Demo statt zur Schule.
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05. April 2019 - 12:59 Uhr

Doch keine Sanktionen gegen Klima-Schüler

Das Münchener Wilhelm Hausenstein Gymnasium wird nach Aussagen vom Elternbeirat und Schülern keine Bußgelder gegen seine Schüler verhängen. Zuvor ist in den Medien das Gerücht aufgetaucht, dass Schüler angeblich zahlen sollen, wenn sie zur Freitagsdemo "Fridays for Future", statt zum Unterricht gehen. Der Vorsitzende des Elternbeirats Nicki Schieb erklärte nach einem Gespräch mit dem Schulleiter und anderen Verantwortlichen: "Die Schulfamilie unterstützt ausdrücklich das politische Engagement der Schülerschat".

Schüler sollen legal demonstrieren

Auch der Schulleiter findet es gut, dass zum Thema Klimaschutz etwas passiert. Er möchte das Engagement der Schüler unterstützen, auch wenn er als Staatsbediensteter an Gesetzte gebunden ist.

Die Schule wolle es ermöglichen, dass die Schüler an den Demos teilnehmen. Eine Möglichkeit wäre es, innerhalb des Biologie-Unterrichts eine Exkursion zur Demonstration zu machen.

"Bei einer Schulpflichtverletzung handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit"

In dem Brief, der die Debatte ausgelöst hat, gab es aber noch einen etwas anderen Ton. Der Schulleiter machte die Eltern darauf aufmerksam, dass das Fehlen in der Schule eine Ordnungswidrigkeit ist. Er erklärt das Engagement der Schüler für richtig, sagt aber auch: "Sich nur am Freitag während der Schulzeit an Protesten zu beteiligen ist zu wenig" und dass das "unentschuldigte Fehlen mit Ordnungsmaßnahmen gefahndet wird".