Schuldenfalle: So viel kann Sie Weihnachten kosten

30. Juli 2015 - 10:53 Uhr

Händler werben an Weihnachten mit Null-Prozent-Krediten

Ein Flachbildfernseher hier, eine Spielekonsole da, gutes Essen, ein teurer Ski-Urlaub - zur Weihnachtszeit wird man sein Geld oft schneller los, als man gucken kann. Und wenn man nicht aufpasst, tappt man plötzlich in die Schuldenfalle. Auch, weil gerade in der Vorweihnachtszeit viele Geschäfte mit augenscheinlich günstigen Finanzierungs-Möglichkeiten werben. Ihr Ziel: Kunden anlocken, die eigentlich gar kein Geld für teure Geschenke haben. Doch damit Sie sich an Weihnachten finanziell nicht übernehmen, haben wir ein paar wertvolle Tipps für Sie zusammengefasst.

So viel können Sie die Feiertage kosten
Schuldenfalle Weihnachten
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Michael Wenders ist Finanzexperte und weiß, dass viele an Weihnachten besondere Geschenke machen wollen: Der größte Fernseher, das neueste Handymodell oder das Designer-Bett - die Geschäfte locken mit Ratenkäufen, die sich vermeintlich wirklich jeder leisten kann, doch die Realität sieht anders aus. Wo Null-Prozent-Finanzierung drauf steht, ist in der Regel aber nicht Null-Prozent-Finanzierung drin.

So kommen Sie schuldenfrei durch die Weihnachtszeit

Deshalb rät Wenders:

1. Haushaltsplan erstellen

Überlegen Sie sich eine feste Summe, die Sie für Geschenke zur Verfügung stellen wollen und vermeiden Sie es schließlich über diesen Betrag hinaus Geld für Geschenke auszugeben. Personalisieren Sie das Ganze! Das bedeutet, für Person X möchte ich Betrag A ausgeben, für Person Y, werde ich Geschenke im Wert von Betrag B ausgeben und so weiter.

2. Während des Jahres Rücklagen für Weihnachtsgeschenke aufbauen

Gerade weil nicht jeder Weihnachtsgeld bekommt und im Januar in der Regel Beiträge für Versicherungen oder die Altersvorsorge gezahlt werden müssen, ist es wichtig, dass Sie bereits ein paar Monate im Voraus anfangen, Geld für Geschenke zur Seite zu legen.

3. Kein Konsumdarlehen für Weihnachtskäufe abschließen

Schließlich sollten Sie sich von den Lock-Angeboten der Händler nicht einwickeln lassen. Denn auch bei einer Null-Prozent-Finanzierung gibt es versteckte Kosten. Solch einen Kredit vergibt nämlich nicht der Händler - sondern eine Bank. Und Banken arbeiten bekanntlich nicht umsonst: Bearbeitungskosten, Prüfungskosten oder Abwicklungskosten sind nur ein paar Beispiele. Zwar handelt es sich hierbei nur um einmalige Beträge, aber "umsonst" ist die Null-Prozent-Finanzierung dann eben auch nicht mehr.