Schüttelfrost: Was steckt hinter den Kälteattacken und was kann ich tun?

09. März 2018 - 16:39 Uhr

Video: Wann spricht man eigentlich von Fieber?

Wir fühlen uns schlapp, haben Kopf- und Gliederschmerzen und regelmäßig durchzieht uns ein plötzlicher Kälteschub. Die Rede ist von Schüttelfrost. Warum sendet unser Körper dieses typische Anzeichen für eine Erkältung und welche Hausmittel helfen bei Schüttelfrost?

Wir kennen Schüttelfrost als unangenehme Begleiterscheinung, wenn wir erhöhte Temperatur oder Fieber haben. Ohne Vorwarnung durchzieht unseren Körper ganz plötzlich eine eisige Kälte, wir bekommen Gänsehaut und müssen uns kurz und heftig schütteln – und das teilweise mehrmals hintereinander. Woher aber kommt Schüttelfrost, erfüllt er einen Zweck und was können wir dabei tun?

So entsteht Schüttelfrost

Schüttelfrost ist ein ganz normales Symptom für allmählich einsetzendes Fieber und eine herannahende Erkältung. Wenn Viren und bakterielle Infektionen unseren Körper befallen, melden sogenannte Pyrogene – sprich fieberauslösende Stoffe – unserem Gehirn, dass es den Ofen auf über 38 Grad Celsius aufheizen soll, um die Eindringlinge zu vertreiben. Wir bekommen Fieber.

Damit unsere Temperatur möglichst schnell auf über 38 Grad Celsius steigt, greift unser Körper zu einem Trick: dem Muskelzittern. Ähnlich wie beim Frieren zucken dabei unwillkürlich unsere Muskeln und erzeugen so Wärme. Während dieser Reaktion jagt uns begleitend ein Kälteschauer nach dem nächsten über den Körper. Wir haben Schüttelfrost.

Bekommen wir eine Erkältung, ist unser Körper sehr geschwächt. Der Aufwand, den der Schüttelfrost mit sich bringt, strengt uns zusätzlich an. Deshalb schlafen wir nach langen Schüttelfrost-Attacken häufig auch relativ schnell ein.

Wann haben wir Schüttelfrost?

Das Muskelzittern ist nicht nur ein typisches Symptom für eine Erkältung oder Grippe. Auch andere Krankheitsbilder werden von Schüttelfrost begleitet, unter anderem diese:

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  • Lungenentzündung
  • Scharlach
  • Nierenbeckenentzündung
  • Hodenentzündung
  • Blutvergiftung
  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Unterkühlung
  • Sonnenstich
  • Pilzvergiftung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Malaria
  • Gelbfieber
  • Typhus

Da diese Krankheiten sehr unterschiedlich sind bezüglich Schweregrad und weiterer Symptome, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren, wenn Sie Ihren Schüttelfrost nicht eindeutig auf eine Grippe oder Erkältung zurückführen können. Leiden Sie direkt nach einer Urlaubsreise an Schüttelfrost und Fieber, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um eventuell eingeschleppte Reisekrankheiten abklären zu lassen.

Was hilft bei erkältungsbedingtem Schüttelfrost?

Wenn Sie bei einer Erkältung mit Schüttelfrost auf die altbewährte Hausapotheke zurückgreifen wollen, dann gibt es einige Dinge, die Ihnen helfen können:

1. Tee trinken

Bei Fieber eignet sich besonders Lindenblütentee, denn er wirkt schweißtreibend und fiebersenkend. Gleiches gilt für Holunderblütentee.

2. Warm einpacken

Sind Sie erkältet, dann ist es wichtig, dass Sie nicht noch mehr frieren, als es Ihnen der Schüttelfrost vorgibt. Packen Sie sich also warm ein – in Decken, Schals und warmen Pullovern. Oder setzen Sie sich in ein warmes Erkältungsbad.

3. Trinken, trinken, trinken

Nicht nur Tee, auch Wasser! Denn wenn Ihre Temperatur steigt, braucht und verbraucht Ihr Körper auch mehr Flüssigkeit.

Werden die Erkältungssymptome nach ein paar Tagen nicht besser, dann konsultieren Sie einen Arzt.

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