Schrebergärten in Gefahr - Städte brauchen Wohnraum

5. Mai 2018 - 19:51 Uhr

Was für ein herrliches Frühlingswetter! Tausende Deutsche zieht es in ihre Schrebergärten. Rund eine Million gibt es davon in Deutschland. Vor allem für Großstädter ein wichtiger Ort um sich zu erholen. Aber gerade dort sind manche Kleingärten in Gefahr - gerade wenn sie sich in bester Lage befinden. Denn auf den Grundstücken sollen Wohnungen entstehen. Besonders groß ist das Problem in Berlin.

Die Wohnungsnot ist groß

Schrebergärten dienen den Stadtmenschen als Rückzugsort. Da können sie gärtnern, die Seele baumeln lassen, sich treffen. Raus aus der Betonwüste, rein ins Grüne. Meist sind diese Gärten auch noch bezahlbar, die Pacht gering. Doch Berlin will auf diesem Land Wohnungen bauen. Allein bis 2020 sollen dafür 3.000 Schrebergärten weichen. Denn es herrscht große Wohnungsknappheit in der Hauptstadt.

Dr. David Eberhardt vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen sagt: "Wir gehen davon aus, dass in Berlin pro Jahr längst 20.000 Wohnungen fertig werden müssten eigentlich, leider sind es nur 15.000, die fertig werden."

Vor allem zentral gelegene Schrebergarten-Anlagen sind in Gefahr, in vielen Städten. Die Lösung könnten kleinere Parzellen sein: "Es gibt alte Anlagen, da sind die Parzellen teilweise 600 Quadratmeter groß, das brauchen sie in der Form nicht, die kann man teilen, dann man hat zwei Parzellen und hat noch 300 Quadratmeter übrig", so Stefan Grundei, der Geschäftsführer Bundesverband deutscher Gartenfreunde. So sieht gelebte Kompromissbereitschaft aus.