Schon wieder!

Fliegerbombe in Köln gefunden - auch Uniklinik muss teilweise evakuiert werden

Universitätsklinik Köln
© dpa, Rolf Vennenbernd

22. Januar 2020 - 20:31 Uhr

Köln: Zweiter Bombenfund innerhalb einer Woche

Für die Kölner wird es langsam zur Gewohnheit: Schon wieder ist bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. 5.800 Anwohner müssen im Stadtteil Lindenthal evakuiert werden, außerdem sind auch Teile der Uniklinik betroffen - was die Evakuierung deutlich komplizierter macht. Etwa 500 Patienten sind laut Klinik betroffen. Erst am Dienstag war in Köln-Deutz eine Bombe entschärft worden - 10.000 Angestellte von verschiedenen Unternehmen mussten evakuiert werden, darunter auch alle Mitarbeiter von RTL, inklusive Katja Burkard, die erstmals aus Berlin die Sendung "Punkt 12" moderierte.

Evakuierungsradius

Kölner Uniklinik: Patienten werden verlegt, von Besuchen wird abgeraten

Erste Krankentransporte sollen schon am Mittwochabend stattfinden. Die Verantwortlichen hoffen, dass möglichst viele der betroffenen Patienten innerhalb des Klinikgeländes verlegt werden können und nur wenige Patienten in andere Einrichtungen außerhalb zu transportieren sind. Die Klinik forderte auf ihrer Webseite alle Patienten mit einem Termin am 23. Januar auf, zu Hause zu bleiben und den Evakuierungsbereich weitläufig zu meiden. Außerdem wurden Angehörige darum gebeten, von Patientenbesuchen am Donnerstag abzusehen. 

Wann genau Anwohner ihre Häuser verlassen müssen, ist derzeit noch unklar. Die Krankentransporte aus dem betroffenen Bereich der Universitätskliniken haben bei der Evakuierung nach Angaben der Stadt Vorrang. Einen genauen Zeitplan für die Wohnungsevakuierungen und die Entschärfung könne die Einsatzleitung erst am Vormittag nennen.

Köln-Lindenthal: 500 Kilo schwere Fliegerbombe gefunden

Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe war am Mittwoch auf dem Gelände der Uniklinik in unmittelbarer Nähe zur HNO-Abteilung gefunden worden. Der Blindgänger liegt in fünf Metern Tiefe.