Schon einen Monat vor Abschaffung der „Tamponsteuer“

Tampons, Binden & Co. sind bei dm und Rossmann ab sofort günstiger

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4. Dezember 2019 - 20:41 Uhr

Mehrwertsteuer soll gesenkt werden

Das wurde aber auch Zeit! Ab dem 1. Januar 2020 wird die Mehrwertsteuer auf Binden, Tampons und andere Hygieneartikel, die Frauen während ihrer Periode benötigen, von 19 Prozent Mehrwertsteuer auf 7 Prozent gesenkt. Zwei beliebte Drogeriemärkte wollen ihre Kundinnen anscheinend nicht so lange warten lassen. Nachdem dm Anfang Dezember verkündete, dass Menstruationsprodukte schon ab sofort günstiger sind, zieht nun auch Rossmann nach.

Zusätzliche Preissenkung bei dm und Rossmann

Mit dem Beginn der Adventszeit geben dm und Rossmann ihren Kundinnen den Preisvorteil, der durch die Mehrwertsteuersenkung bei Monatshygieneprodukten ab dem 1. Januar 2020 entstehe, bereits einen Monat früher weiter, heißt es in einer Pressemitteilung von dm sowie auf dem Instagram-Profil von Rossmann. Zusätzlich würden die Preise für Tampons, Binden und Co. auf die nächste 5er- bzw. bei Rossmann auf 5er- und 9er-Endung abgerundet.

Dm gibt ein Rechenbeispiel für Tampons der Marke Jessa, die bisher 1,25 Euro für 32 Stück kosteten. Nach Abzug der neuen ermäßigten Steuer wären es nur noch 1,12 Euro, die dm weiter auf 1,05 Euro abrundet.

Rossmann erklärt die Preissenkung mit folgendem Beispiel: Eine Packung "Facelle"-Tampons kostete bisher 2,19 Euro für 64 Stück. Mit dem neuen Steuersatz kosten die nur noch 1,93 Euro. Rossmann rundet zusätzlich auf 1,89 Euro ab.

Dm senkt Preise für Menstruationsprodukte
Gute Nachrichten für Kundinnen: Menstruationsprodukte sind ab sofort günstiger.
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„Die Periode ist kein Luxus"

Mit der Abschaffung des in der Öffentlichkeit auch als "Tamponsteuer" bezeichneten Steuersatzes reagierte der Bundestag Anfang November auf eine Petition, die Aktivistinnen auf der Plattform Change.org gestartet hatten. Eigentlich fallen nämlich Güter des täglichen Bedarfs unter den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent. Dass Periodenprodukte nicht hierzu zählten, sondern mit der 19 Prozent Mehrwertsteuer als "Luxusprodukte" galten, sorgte bei vielen Frauen für Unmut –  "Die Periode ist kein Luxus", hieß es daher in der Petition, die rund 200.000 Menschen unterschrieben. Eine darauffolgende E-Petition an den Bundestag unterstützten dann über 80.000 Menschen.