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Schon gehört? Lärm macht richtig krank!

Schon gehört? Lärm macht richtig krank!

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60 Mio. Menschen leiden

Das Umwelt-Bundesamt schlägt Alarm: Und zwar mit Pauken und Trompeten. Denn wir haben ein Problem, das uns krank macht: LÄRM!

Baulärm, Flugzeuglärm, Freizeitlärm, Bürolärm, Hauslärm… Oft ist es uns gar nicht bewusst, wie laut es wirklich um einen herum ist. Es scheint noch keiner gehört zu haben, dass wir tatsächlich krank werden können - und zwar seelisch und körperlich. Rund 60 Millionen Deutsche leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Akustik unter der alltäglichen Geräuschkulisse. Jedes achte Kind - so eine Studie des Umweltbundesamtes - weist Hördefizite auf. Fast jedes 2. Kinderzimmer hat ein Fenster zur Straße.

Was passiert in meinem Körper

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Gerade während des Schlafens sollte Ruhe herrschen. Auch wenn wir es gar nicht mitbekommen, alles was über die Atemgeräusche hinausgeht, wirken sich nachteilig auf unser vegetatives Nervensystem aus und damit geht die Erholung flöten. Lärm verursacht - auch unterbewusst - Stress. Dadurch wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet und der Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Das heißt, die Blutgefäße verengen sich, der Blutdruck steigt und die Herzfrequenz erhöht sich. Wir stehen also ständig unter Hochspannung. Für unser Herz-Kreislauf-System ist das ganz und gar nicht gut. Wir werden unkonzentriert und gereizt. Kurz gesagt: Wir werden krank. Und das ist belegt: Eine Studie des Umweltbundesamts stellte fest, dass Menschen, die nächtlichem Fluglärm ständig ausgesetzt sind, häufiger Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung einnehmen. Sie benötigen mehr Medizin zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen und nehmen mehr Tabletten als andere ein zur Nervenberuhigung und zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva).

Sie sind gefährdet, wenn …

unbekannt
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Sie in einer geräuschvollen Umgebung Ihren Gesprächspartner nicht mehr gut verstehen können.

Sie es als anstrengend empfinden, einer Unterhaltung mit mehreren Personen zu folgen.

Sie meinen, dass die meisten Menschen undeutlich sprechen oder nuscheln.

Sie häufig angesprochen werden, dass die Lautstärke Ihres Radios oder Fernsehers übertrieben ist.

Sie des Öfteren die Haustür nicht hören und Vogelgezwitscher gar nicht mehr wahrnehmen.

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Tipps zur Lärmvermeidung

unbekannt
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- Machen Sie sich bewusst, wie viel Lärm Sie selbst verursachen.

- Vermeiden Sie Lärm wo es nur geht.

- Achten Sie das Recht Anderer auf Ruhe.

- Ohrstöpsel ist ein guter Hörschutz. Sie sollten diese auch tragen.

- Haben Sie Kinder? Überprüfen Sie ihr Spielzeug. Müssen Knackfrösche und Schreckschusspistolen wirklich sein?

- Auch bei alltäglichen Tätigkeiten ist ein Gehörschutz angebracht: Rasenmähen, Heckeschneiden oder beim Heimwerken.

- Stellen Sie Ihr Radio und Fernseher grundsätzlich zu laut? Überprüfen Sie es!

- Lassen Sie mindestens alle zwei Jahre Ihr Gehör von einem Facharzt überprüfen.

Ganz schön laut hier

unbekannt
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Geräusche werden in Dezibel gemessen. Bei einer ständigen Dröhnung von 85 Dezibel ist der Hörschaden unvermeidbar. Dabei schmettert der MP3-Player gerne mal mit 120 Dezibel in die Ohren. Jeder vierte Jugendliche hat bereits einen Hörschaden. 85 Dezibel sind also ganz schön laut. Wie laut aber wirklich, kann man sich kaum vorstellen. Hier ein paar Beispiele:

10 Dezibel

Raschelndes Blatt Papier

20 Dezibel

Ticken einer Armbanduhr

30 Dezibel

Flüstern

40 Dezibel

Leise Musik

50 bis 60 Dezibel

Unterhaltung in einer normalen Lautstärke

70 Dezibel

Autos

80 Dezibel

Verkehrsreiche Straße

90 Dezibel

Schwerer Lkw

100 Dezibel

Diskothek

115 Dezibel

Rockkonzert

140 Dezibel

Düsenflugzeug

Achtung! Sie glauben, Ihnen macht der Lärm nichts aus? Sie haben sich längst an ihn gewöhnt? FALSCH! An Lärm kann man sich nicht gewöhnen. Wer das behauptet, hat bereits einen Hörschaden davongetragen.