Schon 39 Tote nach schweren Unwettern in Japan

Verheerende Unwetter in Japans Westen
Bei verheerenden Unwettern in Japans Westen sind bereits 39 Menschen ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst.
dpa, Kimimasa Mayama

Über 1.000 Menschen in Notunterkünften

Die Zahl der Toten bei Unwettern im Westen Japans ist auf 39 gestiegen. Nach Polizeiangaben werden noch 26 Menschen vermisst, in früheren Berichten war von sieben Vermissten die Rede gewesen. Die Rettungsmannschaften hatten in Hiroshima die ganze Nacht über fieberhaft nach Überlebende gesucht.

Sintflutartige Regenfälle hatten Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Mehr als 1.000 Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen. Viele Menschen wurden obdachlos. Etwa 1.200 Haushalte waren von der Wasserversorgung abgeschnitten. Ministerpräsident Shinzo Abe kehrte aus seinem Urlaub nach Tokio zurück. Das Verteidigungsministerium entsandte 600 Helfer nach Hiroshima, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Örtliche Stellen hatten um Unterstützung gebeten. Die Behörden hatten am Mittwochmorgen vor Erdrutschen in dem besonders betroffenen Stadtteil Asakita gewarnt. Sie räumten aber ein, dass die Warnung möglicherweise zu spät gekommen war.