Schoko-Nikoläuse und Plätzchen in Lkw-Form für Fernfahrer

05. Dezember 2021 - 12:39 Uhr

Worms (dpa/lrs) - Gaben für Fernfahrer: Ein als Nikolaus verkleideter Ehrenamtlicher der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Matthias Neuwied hat auf einer Raststätte bei Worms Geschenke an Lastwagenfahrer verteilt. Laut KAB ging es bei der Aktion darum, ein Zeichen für eine Berufsgruppe zu setzen, die gesellschaftlich kaum Anerkennung erfahre. Gerade im vergangenen Jahr hätten die Fahrer verschärft unter den Corona-Bedingungen gelitten. Dadurch, dass Rasthöfe zum Teil geschlossen gewesen seien, hätten Sanitäreinrichtungen gefehlt und die Versorgung sei schlecht gewesen, erklärte Diakon Michael Hommer von der KAB Neuwied.

Für die Aktion, bei der außer der KAB Neuwied auch die Betriebsseelsorge Mainz und die Fernfahrerseelsorge beteiligt waren, stellte das Bonifatiuswerk etwa 200 Schokoladen-Nikoläuse bereit. 100 von ihnen wurden am Sonntag an der Raststätte Wonnegau an der Autobahn 61 bei Worms verteilt, die anderen 100 sollten später auf dem Autohof Rheinböllen weiter nördlich an der A61 an Lkw-Lenker gehen. Zudem gab es in einer Tüte unter anderem Obst, Plätzchen in Lkw-Form und eine Karte, auf der in mehreren Sprachen die Geschichte des Nikolaus erzählt wird. In anderen Bundesländern waren den Angaben zufolge mehr als 60 ähnliche Aktionen mit Unterstützung durch das Hilfswerk geplant.

Hommer war am Sonntag als Nikolaus unterwegs und berichtete: "Die Lkw-Fahrer haben sich gefreut, dass jemand mal an sie denkt und zu ihnen kommt." Sie seien häufig fernab ihrer Familien unterwegs und an Wochenenden allein auf Rastplätzen. "Die meisten haben gern auch Bilder mit dem Nikolaus gemacht und ihren Kindern geschickt, die sie ja leider an Nikolaus nicht sehen können, weil sie unterwegs sind." Die Arbeit der Lkw-Fahrer werde häufig nicht angemessen wertgeschätzt. "Die meisten sehen Lkws ja als Verkehrshindernis", sagte Hommer. Dabei seien sie ein wichtiger Teil der Infrastruktur.

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Quelle: DPA