Schönstes Weihnachtsgeschenk für die Eltern: Vierlings-Frühchen dürfen Weihnachten nach Hause

22. Dezember 2016 - 13:41 Uhr

Ginger, Brodie, Trixi und Keiko sind Vierlinge. Obendrein sind sie auch Vierlings-Frühchen. Und die haben ihren Eltern das wohl schönste Weihnachtsgeschenk gemacht: Sie dürfen pünktlich zum Fest das Krankenhaus verlassen und die Festtage mit ihren Eltern verbringen. Dabei stand es lange nicht gut um die vier Mädchen.

"Sie haben den Bauch voller Babys"

Die Mädchen wurden per 'In-Vitro-Fertilisation', einer Methode zur künstlichen Befruchtung, geboren. Und schon beim ersten Test in der Klinik bahnte sich eine faustdicke Überraschung an: "Sie haben einen Bauch voller Babys", sagte eine Krankenschwester zu der werdenden Mutter. Denn die ist zwar selber ein Zwilling und hätte gerne Drillinge gehabt, aber auf gleich vier Kinder in ihrem Bauch war sie nicht vorbereitet.

Die Ärzte sagten schon früh, dass es vielleicht nicht alle vier schaffen würden und boten den Eltern an, per selektiven Reduktion die Zahl der Föten zu verringern. Mit dieser Methode können einzelne der Mehrlinge bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel abgetrieben werden - aber das war für Kirsty und ihren Mann Richard keine Option. Denn die glaubten fest daran, dass es alle Mädchen schaffen würden.

Und zum Glück der Eltern verlief die Schwangerschaft gut - bis eines der Mädchen plötzlich aufhörte, zu wachsen. Um die ungeborene Keiko zu heilen, wollte sich die Mutter einer freiwilligen Operation unterziehen. Doch dann war im Krankenhaus kein freies Bett mehr verfügbar und die plötzlich platzte Kirstys Fruchtblase - nach gerade einmal 30 Wochen und 2 Tagen Schwangerschaft. ​

Eltern sollten sich schon auf das Schlimmste vorbereiten

Fast zehn Wochen zu früh sind die Vierlinge dann per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Und die Probleme hielten an: Die Mädchen wogen bei der Geburt nur zwischen 935 und 1200 Gramm und hatten allesamt Atemprobleme. Noch dazu mussten Ginger schon früh in einer Operation die Augen mit Lasern bearbeitet werden, damit sich ihre Netzhaut nicht ablöste. Brodie hatte zudem mit einer nekrorisierenden Enterokolitis, einer Erkrankung des Darmes, die bei sehr kleinen Frühchen auftreten kann, zu kämpfen.

Zwischenzeitlich sah es so schlecht aus, dass die Ärzte rieten, Kirsty und ihr Mann sollen sich auf das Schlimmste vorbereiten.

Doch dann die Wende: Im Laufe der Zeit haben sich alle vier Mädchen zurück ins Leben gekämpft. Als sie drei Monate alt waren, haben sie auch das 'OK' des Krankenhauses bekommen. Nun konnten die Eltern endlich aufatmen und haben den wohl sehnlichst erhofften Weihnachtswunsch erfüllt bekommen: Sie dürfen zuhause, mit ihren vier Mädchen vereint, das Weihnachtsfest verbringen.