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Schöneck/Hanau: Streit um Einkaufswagen eskaliert - 30-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Kontrahenten angefahren

Streit um Einkaufswagen eskaliert: 30-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Landgericht Hanau
Ein Schild mit dem Landeswappen ist am Gebäude des Land- und Amtsgerichtes befestigt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
deutsche presse agentur

Auseinandersetzung auf Parkplatz fortgesetzt

Es soll mit einem Streit um einen Einkaufswagen in einem Discounter in Schöneck (Hessen) begonnen haben. Fortgesetzt wurde diese Auseinandersetzung zwischen einem 30- und einem 42-Jährigen dann auf dem Kundenparkplatz: Der 30-Jährige soll seinen Kontrahenten mit seinem Auto angefahren haben. Jetzt steht er wegen versuchten Totschlags vor dem Hanauer Landgericht.

Drohgebärden im Discounter

Laut Staatsanwaltschaft sei es in dem Discounter zu lautstarken Argumenten und gegenseitigen Drohgebärden zwischen dem 42-Jährigen und seinem Widersacher gekommen. Die Männer hätten den Streit auf dem Parkplatz fortgesetzt, die Situation hätte sich jedoch danach zunächst beruhigt.

einkaufswagen
Ein Einkaufswagen soll Auslöser des Streits gewesen sein. Dieser Streit wird nun vor Gericht verhandelt.

Opfer rutscht über Dach und schlägt auf Bürgerstieg auf

Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm: Der 30-Jährige sei ins Auto gestiegen und seinem Widersacher gefolgt. Wenig später sei es erneut zu einer Konfrontation gekommen. Dabei soll der 30-Jährige den Rückwärtsgang eingelegt und mit der Limousine rund 60 Meter gefahren sei - offenbar, um Anlauf zu nehmen. Die Anklage geht davon aus, dass er danach Vollgas gegeben und den 42-Jährigen angefahren habe. Das Opfer sei über das Dach gerutscht und auf dem Bürgersteig aufgeschlagen. Dort soll der Angeklagte seinem Kontrahenten ins Gesicht getreten haben.

Der 42-Jährige habe eine Gehirnerschütterung sowie mehrere Knochenbrüche, Riss- und Schürfwunden davongetragen. "Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag, weil der Angeklagte den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen haben könnte", so eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft.

Quelle: DPA