Tierschützer sind entsetzt über Schockvideo aus Russland

Bärenmama und Junges klettern auf Atom-U-Boot und werden erschossen

10. November 2020 - 18:36 Uhr

Es ertönen Schüsse - dann sind sie tot

Es sind Bilder, die nur schwer zu ertragen sind. Eine Bärenmama schwimmt mit ihrem Jungen in einer Bucht in der Kamtschatka-Region im Osten Russlands. Beide klettern in einem Hafen auf ein Atom-U-Boot der russischen Marine und setzen sich an den Rand des Decks. Dann ertönen plötzlich Schüsse. Die Bärenmutter und ihr Kind stürzen leblos ins Wasser. Sie sind tot.

Bären sollen Gefahr für die Bevölkerung gewesen sein

Weltweit sorgt das Video gerade für Aufsehen und Entsetzen bei Tierschützern. Sie werfen der russischen Marine "Herzlosigkeit" vor. Die wiederum verteidigt laut BBC ihr Vorgehen. Es habe keine andere Option gegeben, als die beiden Tiere zu töten, weil diese eine Gefahr für die Allgemeinheit gewesen wären. Ein Jäger hätte die Tiere erschossen. 

Creative Highlights World KAMCHATKA TERRITORY, RUSSIA - SEPTEMBER 4, 2020: A brown bear on a dead tree on the shore of Kurilskoye Lake in Tikhon Shpilenok South Kamchatka Federal Nature Reserve zakaznik on the Kamchatka Peninsula in the Russian Far E
In der Kamtschatka-Region leben bis zu 24.000 Braunbären.
© imago images/ITAR-TASS, Yekaterina Shtukina via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auf der Kamtschatka-Halbinsel leben zwischen 10.000 und 24.000 Braunbären. Allein dieses Jahr wurden mindestens 50 Bären getötet, weil sie sich angeblich aggressiv verhalten hätten, so die regionale Forstbehörde gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Ob das auch bei der Bärenmutter und ihrem Jungen der Fall war, ist bei diesen Aufnahmen allerdings nur schwer zu glauben. Sehen sie den tragischen Vorfall im Video.