Rodel-Weltcup von heftigem Sturz von Viktoria Demtschenko überschattet

Schockmoment in Königssee: Rodlerin mit mehr als 100 km/h vom Schlitten geschleudert

05. Januar 2019 - 19:33 Uhr

Russin erleidet Schädel-Hirn-Trauma

Der Rodel-Weltcup in Königssee ist am Samstag von einem furchtbaren Sturz der Russin Viktoria Demtschenko überschattet worden. Die 23-Jährige war im ersten Lauf schon vor dem Kreisel, der als einer der schnellsten Abschnitte der Bahn gilt, bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h von ihrem Schlitten geschleudert worden und mit dem Helm auf dem Eis aufgeschlagen.

Taubitz siegt - Geisenberger nur Achte

Sie zur Beobachtung ins Krankenhaus Bad Reichenhall eingeliefert. Wie der verantwortliche Rennarzt Andreas Leidinger mitteilte, erlitt die Tochter von Albert Demtschenko, dem dreimaligen Silbermedaillen-Gewinner bei Olympischen Winterspielen, ein Schädel-Hirn-Trauma mit Bewusstlosigkeit. Ihr Kreislauf sei aber zu jeder Zeit stabil gewesen.

Wegen schwerer Schneestürme musste die Bahn immer wieder von den Schneemassen befreit werden. Trotz der widrigen Witterungsbedingungen und des Sturzes von Demtschenko wurde der Weltcup von den Organisatoren durchgezogen.

Den Sieg fuhr das deutsche Toptalent Julia Taubitz ein. Natalie Geisenberger verpasste erstmals seit sieben Jahren den Erfolg auf ihrer Heimbahn und wurde nur Achte.