Schockierendes Video aus den USA: Schulsheriff legt Grundschüler (8) Handschellen an

Bürgerrechtsvereinigung will Klage einreichen

Ein Schulsheriff hat in einer Grundschule in Covington (US-Bundesstaat Kentucky) einen achtjährigen Schüler in Handschellen gelegt – angeblich weil dieser nicht auf seinen Lehrer hören wollte. Die verstörende Aktion wurde auf einem Handy-Video festgehalten, das nun an die Öffentlichkeit gelangte. Es zeigt, wie der Junge immer wieder aufschluchzt und betont, dass er wegen der Handschellen starke Schmerzen habe – trotzdem nimmt der Schuloffizier ihm diese nicht ab.

Medienberichten zufolge leidet der Junge an ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom), was auch den Ausschlag für sein auffälliges Verhalten gegeben haben könnte. Rickell Howard von der Schulaufsichtsbehörde zeigt sich schockiert: "Dieses Video ist absolut schrecklich. Die Schuloffiziere sind doch dazu da, die Schüler zu beschützen, und nicht zu verletzen." Nach Informationen des US-Senders 'CNN' habe der Sheriff dem Jungen die Handschellen erst nach einer Viertelstunde wieder abgenommen.

Nachdem das Video sich im Netz verbreitet hatte, meldeten sich die Eltern eines weiteren Kindes. Ihre Tochter soll ebenfalls an ADHS leiden und von dem Schulsheriff mit Handschellen gefesselt worden sein. "Sie müssen mit diesen Strafen aufhören, damit das nie wieder einem Grundschüler passiert. Außerdem brauchen wir spezielle Trainings, damit Schuloffiziere lernen, zu deeskalieren – insbesondere im Umgang mit Menschen mit Behinderungen", so Howard.

Das Video soll für den Schulsheriff nicht ohne Folgen bleiben. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU hat Klage gegen ihn eingereicht.