Verstörende Aufnahmen aus Frankreich

Jungbulle bis zum Zusammenbruch malträtiert

22. August 2019 - 17:32 Uhr

Tierschutzorganisation veröffentlicht Aufnahmen aus Stierkampfschule

Es sind schreckliche Aufnahmen, welche die Tierschutzorganisation "One Voice" veröffentlich hat. Sie zeigen einen jungen Bullen, völlig erschöpft und immer wieder zu Boden gehend. Immer und immer wieder wird er von Stierkämpfern malträtiert. Einen Auschnitt der skandalösen Aufnahmen zeigen wir Ihnen im Video.

Wo Kinder und Jugendliche zu Stierkämpfern ausgebildet werden

Der junge Stier versucht sich zu wehren, doch er kann nicht mehr. Er ist offensichtlich am Ende seiner Kräfte. Und dennoch hören die Kämpfer nicht auf.

Die Aufnahmen stammen aus dem Stierkampfzentrum in Nîmes – um genau zu sein aus einer Schule. Ihr Ziel ist es, wie deren Homepage zu entnehmen ist, "den Stierkampf zu unterrichten, den Stierkampf zu fördern und zu verteidigen". Dazu werden in der Schule Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren unterrichtet, "die alle die gleiche Leidenschaft haben: den Toro", heißt es weiter.

„Wir haben uns nichts vorzuwerfen“

"One Voice" ruft neben weiteren Tierschutzorganisationen in einem Statement dazu auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im Stierkampf zu stoppen. Sie fordern das Töten und Verletzen der Tiere zu beenden. Da die Tierschutzorganisation die Aufnahmen, welche ihre Forderungen untermauern sollen, heimlich gemacht hat, kündigte die Präsidentin der Schule Brigitte Dubois rechtliche Schritte an und sagt gegenüber "Midi Libre": "Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Der Stierkampf ist legal und unsere Aktivitäten auch."

UNO-Kinderrechtskomitee macht vor „schädigenden Wirkung“ aufmerksam

Bereits im letzten Jahr sprach das UNO-Kinderrechtskomitee die Empfehlung aus, "Minderjährige vor der schädigenden Wirkung der Stierkämpfe" zu schützen und die Teilnahme als Stierkämpfer oder Zuschauer zu verbieten. Diese Aufforderung ist bislang allerdings nicht rechtsbindend.