Sie wirkte deprimiert und anhänglich

Familie dachte, Poppy (5) sei bloß eifersüchtig auf kleinen Bruder - bis zur Schockdiagnose!

Poppy (5) leidet an einem Neuroblastom.
Poppy (5) leidet an einem Neuroblastom.
© http://justgiving.com/campaign/princesspoppy

17. Oktober 2021 - 13:22 Uhr

Arzt-Check brachte Tumor zutage

Eigentlich liebt es Poppy Bailey, mit ihren Freunden zu spielen, zur Schule zu gehen und neue Leute kennenzulernen. Als Claire Baileys Tochter plötzlich anhänglich wurde, dachten ihre Eltern noch, die Fünfjährige sei eifersüchtig auf ihren gerade geborenen kleinen Bruder. Doch ein Check beim Arzt sollte Schlimmeres zutage bringen: Der Grund für ihre Anhänglichkeit ist ein großer Tumor nahe ihres Herzens, der auf die Lungen drückt.

„Zuerst haben wir es auf die Eifersucht auf ihren neuen Bruder zurückgeführt"

Auf der Spendenseite "Just Giving" teilt die Familie aus Milton Keynes ihre Geschichte. Über diese Plattform versuchen sie nun, Geld zu sammeln, damit die Familie mit Poppy nach New York fliegen kann. Dort könne man die benötigte spezielle Behandlung gegen das Hochrisiko-Neuroblastom, einen aggressiven Krebs im Kindesalter, vornehmen lassen.

Doch dass die Lage ihrer Tochter so ernst sein würde, ahnte zur Zeit des Corona-Lockdowns 2020 noch keiner. Damals war Poppy vier Jahre alt und ihre Mutter kurz vor der Geburt ihres zweiten Kindes. Im April kam Baby Oscar dann auf die Welt. Aber nur wenige Tage nach der Geburt ihres neuen Bruders habe sich Poppys Stimmung geändert, wird auf der Spendenseite geschildert. "Sie klagte über Schmerzen in den Beinen, wurde immer müder und lethargischer und fing allmählich an, weniger zu essen. Sie wurde anhänglich und depressiv", heißt es dort.

Mutter Claire sagt zu "The Sun": "Zuerst haben wir es auf die Eifersucht auf ihren neuen Bruder zurückgeführt und darauf, dass die Welt aufgrund von Covid plötzlich eingesperrt war. Wir dachten, sie würde nur eine schwere Zeit durchmachen." Ein Hausarzt checkte Poppy daraufhin durch. Doch der stellte bei einem Bluttest nicht nur einen Eisenmangel fest – er verwies sie in ein Krankenhaus. Eine dort aufgenommene Röntgenaufnahme des Brustkorbs zeigte einen großen Tumor, der wie um Poppys Herz gewickelt war und gegen einen ihrer Lungenflügel drückte. Claire und Ehemann Ross wurde mitgeteilt, dass es sich um Krebs handelte.

Noch vor ihrem 5. Geburtstag wurde bei Poppy Krebs diagnostiziert. Trotzdem kümmert sich die tapfere Kleine um ihren wenige Monate alten Bruder.
Noch vor ihrem 5. Geburtstag wurde bei Poppy Krebs diagnostiziert.
© justgiving.com/campaign/princesspoppy

„Es war die schlimmste Nacht meines Lebens“

"Unsere Welt brach innerhalb von Sekunden um uns herum zusammen, wir konnten nicht begreifen, was passierte", sagte Claire zu "The Sun". "Es war die schlimmste Nacht meines Lebens." Eine Biopsie und Scans ergaben, dass sich der Krebs in Poppys Knochen und im Knochenmark ausgebreitet hatte. Noch vor ihrem fünften Geburtstag wurde der Kleinen ein Hochrisiko-Neuroblastom im Stadium 4 diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine seltene und aggressive Form von Krebs im Kindesalter.

Poppys Behandlung begann umgehend – die Kleine bekam eine Chemotherapie. Mit harten Nebenwirkungen: Haarausfall, Hörverlust und Muskelschäden. "Es war surreal. Es fühlte sich an wie etwas, das nur anderen Menschen passieren kann. Ich sagte mir immer wieder: 'Mach dir keine Sorgen, du wachst bald auf und es wird alles ein großer Albtraum gewesen sein'", so Claire zu "The Sun".

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Noch vor ihrem 5. Geburtstag wurde bei Poppy Krebs diagnostiziert. Trotzdem kümmert sich die tapfere Kleine um ihren wenige Monate alten Bruder.
Die tapfere Kleine kümmert sich um ihren wenige Monate alten Bruder.
© justgiving.com/campaign/princesspoppy

Familie erlebt Wettlauf gegen die Zeit

Inzwischen, so der Bericht, habe Poppy 13 Chemotherapien hinter sich. Doch weg ist der Krebs noch nicht. Für ihre Familie ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. In New York soll die Behandlung fortgesetzt werden. Dort gebe es eine moderne Behandlungsmethode für Neuroblastome, die Poppys Krebs für immer heilen könnte. Doch die sei sehr kostspielig. "Die Krankenhausgebühren müssen größtenteils im Voraus bezahlt werden, dazu kommen noch Flug- und Übernachtungskosten", zählt Claire auf. Sowohl Claire als auch Ross gaben ihre Arbeit auf, um sicherzugehen, dass Poppy im Krankenhaus die Pflege bekommt, die sie braucht. Nun hoffen sie auf Unterstützung in Form von Spenden.

Die Hoffnung geben sie jedoch nicht auf: "Wir versuchen so gut wir können, einen Tag nach dem anderen zu meistern. Poppy ist immer noch die frechste, glücklichste und liebevollste Seele und bringt alle zum Lachen, wohin sie auch geht." (rla)