Apfelessig, Quarkwickel und Co.

Welche Hausmittel helfen wirklich bei Sonnenbrand?

Schlimmer Sonnenbrand: Welche Hausmittel helfen nun?
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04. August 2020 - 10:25 Uhr

Dermatologin verrät: Diese After-Sun-Hausmittel helfen bei Sonnenbrand

Ein Nachmittag im Park oder ein paar Stunden am Badesee und schon ist es passiert: Die Haut ist rot, juckt und spannt - ein fieser Sonnenbrand kündigt sich an. Und der schmerzt nicht nur unangenehm, sondern kann je nach Grad der Verbrennung auch schädlich für die Gesundheit sein. Aus diesem Grund sollte man die verbrannten Stellen auch schnell erstversorgen. Was also, wenn gerade keine Apotheke auf hat? Welche Hausmittel aus dem eigenen Vorratsschrank helfen wirklich dabei, die Haut zu kühlen und zu desinfizieren? Wir haben die Dermatologin Dr. Uta Schlossberger gefragt.

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Feuchtes Leinentuch

Der wichtigste SOS-Tipp nach einem Sonnenbrand: Gehen Sie sofort aus der Sonne und kühlen Sie die verbrannte Haut so schnell wie möglich. Hautärztin Frau Dr. Schlossberger rät, dafür ein feuchtes Leinentuch zu benutzen, das Sie immer wieder mit kaltem Wasser nass machen, sobald es sich erwärmt hat.

Aloe Vera

Aloe Vera
Aloe-Vera-Gel gibt es in der Aptheke, Drogerie - oder direkt aus der Pflanze.
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Der beste natürliche Schutz gegen Sonnenbrand? Hautärztin Dr. Uta Schlossberger plädiert für Aloe Vera. "Aufgetragen als Gel hat Aloe Vera eine kühlende Wirkung – und es hat gleichzeitig einen desinfizierenden Effekt." Zudem würden durch das Gel Vitamine an die Haut abgegeben, die der Regeneration der Haut dienen. Aber, so mahnt die Dermatologin: "Bitte nicht bei offenen Wunden benutzen!"

Finger weg! Angebliche Wunder-Hausmittel, die einen Sonnenbrand nur verschlimmern

Von Apfelessig rät die Ärztin klar ab: Zwar komme es durch den Alkoholentzug zu einer kühlenden Wirkung, allerdings wirke der Essig stark hautreizend. Ein Sonnenbrand würde sich dadurch nur verschlimmern. Im schlimmsten Fall könne die Haut sogar aufreißen und offene Wunden entstehen.

Auch Kokosöl sei gänzlich ungeeignet, um einen Sonnenbrand zu behandeln. Denn das Öl bilde beim Auftragen einen Hitzeschirm auf der Haut – genau das, was der Haut jetzt nicht gut tut.

Und was ist mit dem altbewährten Quarkwickel? Auch da ist Frau Dr. Schlossberger skeptisch. Bei Quark gebe es zwar einen kühlenden, jedoch keinen heilenden Effekt. "Im Quark sind Milchsäurebakterien enthalten - dadurch fängt er an zu gären. Die Bakterien setzen sich in den Sonnenbrand rein und führen dann zu Entzündungen", so die Expertin.

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Damit der Sonnenbrand erst gar nicht entsteht: Immer eincremen!

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Damit der Sonnenbrand erst gar nicht entstehen kann, sollten Sie vor jedem Sonnenbad – auch an eher bedeckten Tagen – großzügig Sonnencreme auftragen. Wie viel Sonnencreme Sie für den optimalen Schutz brauchen und wie oft Sie nachcremen sollten, das lesen Sie hier.

Video: Das ist die beste Sonnencreme laut Stiftung Warentest