Schmerzhafte Entscheidung: Eltern von Charlie geben den Kampf um ihr schwerkrankes Kind auf

Eltern geben juristischen Kampf um Baby Charlie auf Krankes Baby Charlie darf sterben
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Krankes Baby Charlie darf sterben
Eltern geben juristischen Kampf um Baby Charlie auf

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Ein langer und harter Kampf nimmt ein trauriges Ende

Das Schicksal von Baby Charlie hat die Öffentlichkeit berührt. Nun haben die Eltern des todkranken Kindes den Kampf um sein Leben aufgegeben. Mit einer bewegenden Botschaft wenden sie sich an die Öffentlichkeit: "Es ist jetzt zu spät, Charlie zu behandeln." Für Connie Yates und Chris Gard bedeutet es, das Ende eines langen und harten Lebenskampfes.

Keine Aussicht auf Besserung

Charlie leidet an einem unheilbaren Gendefekt, ein mitochondriales DNA-Depletionssyndrom (MDDS), weshalb die Ärzte die Behandlung nicht fortsetzen wollten. Dennoch kämpften die Eltern dagegen an und wollten ihn für eine experimentelle Therapie in die USA bringen - vergeblich.

Charlies Eltern geben ihren Kampf vor Gericht um eine Weiterbehandlung für Baby Charlie nun auf. Zum Umdenken brachten die Eltern offenbar weitere Untersuchungen von Charlies Gehirn. Nachdem er die neuesten Kernspinaufnahmen und Elektroenzephalogramme gesehen hatte, zog auch der US-Experte, der Charlie behandeln wollte, seine bisherigen Prognosen zurück. Eine weitere Behandlung würde jetzt nur unnötiges Leid für das Kind bedeuten.

Nun offenbaren Charlies Eltern ihr Gefühlschaos in einem sechsseitigen Brief, den sie auf Facebook gepostet haben. „Die letzten elf, fast zwölf Monate waren die besten und die schlimmsten unseres Lebens. Auf jeden Fall aber haben sie unser Leben verändert. Charlie ist Charlie, und wir würden ihn für nichts auf der Welt eintauschen. Alles, was wir getan haben, war für ihn.“

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"Es tut uns leid, dass wir dich nicht retten konnten"

Charlies Vater Chris Gard sagte in einem bewegenden Statement vor dem Gerichtsgebäude, sein Kind werde seinen ersten Geburtstag nicht mehr erleben. "Ihn sterben zu lassen ist das Härteste, das wir je in unserem Leben tun müssen", erklärte die Mutter weiter.

Wann und wie das Kind sterben soll, ist noch unklar. Die Eltern hatten immer darum gebeten, ihr Kind für seine letzten Momente nach Hause holen zu können, was bisher von der Klinik abgelehnt wurde.

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