Schluss mit illegalen Autorennen: Polizei geht verstärkt gegen Raser vor

15. April 2016 - 14:32 Uhr

Große Polizeiaktion in Köln

Illegale Autorennen machen unsere Straßen immer unsicherer. Vor allem junge Männer suchen Bestätigung und bringen nicht nur sich, sondern auch andere in große Gefahr. Alleine in diesem Jahr starben in Köln drei unschuldige Menschen – Radfahrer oder Fußgänger, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Die Polizei geht nun massiver gegen die Raser-Szene vor.

Schluss mit illegalen Autorennen
Die PS-Prolls von der Straße bringen – das ist das erklärte Ziel der Kölner Polizei.
© dpa/dpaweb, A3512 Roland Weihrauch

Bei der großen Polizeiaktion am Freitagabend im Kölner Stadtgebiet wurden innerhalb von nur zwei Stunden acht Fahrverbote ausgesprochen. 132 Kilometer pro Stunde in der 50er-Zone war dabei der traurige Rekord.

Maßnahmen-Paket gegen Raser

Die PS-Prolls von der Straße bringen – das ist das erklärte Ziel der Kölner Polizei. Die neu gegründete Sonderkommission 'Rennen' hat ein ganzes Maßnahmen-Paket zusammengeschnürt. Neben Blitzaktionen, Kontrollen und Razzien sollen beliebte Raserstrecken durch verengte Fahrbahnen, Bremsschwellen und Tempo-30-Zonen entschärft werden.

Martin Lotz von der Polizei zeigt sich bisher zufrieden: "Wir hatten keinen Unfall mehr in dieser Art, von daher ist das ein vorsichtiger Optimismus. Aber wir machen uns auch nichts vor, dieses Klientel ist sehr schwer zu erreichen."

Die Idee, Raser schon bei ersten Vergehen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (kurz MPU) zu verdonnern, könnte eine weitere geeignete Maßnahme sein – denn nur wenige Temposünder dürften den sogenannten Idiotentest bestehen.