Schluss mit den Kontogebühren

© dpa, Karl-Josef Hildenbrand

28. Juli 2015 - 8:50 Uhr

Achten Sie genau auf die Bedingungen

Haben Sie sich nicht auch schon einmal darüber geärgert, dass Ihr Geldinstitut für Ihr Giro-Konto jeden Monat Geld haben will? Dann wechseln Sie doch zu einem Gratisanbieter. In einem Test von Finanztest wurden Angebote von 77 Banken und Sparkassen unter die Lupe genommen. Bei rund drei Viertel der Institute fand sich ein kostenloses Konto.

Ein genauer Blick auf die einzelnen Angebote ist allerdings wichtig. Nicht immer sind die Gratiskonten bedingungslos. Als bedingungsloses Gratiskonto ist in dem Test definiert, wenn bei einem Angebot keine Kosten für die Kontoführung und die ec-Karte anfallen und kein monatlicher Mindestgeldeingang gefordert wird. Das war bei 23 Angeboten der Fall.

Die Bedingungen für die Kostenfreiheit sind sehr unterschiedlich. Auch bei einer Bank gibt es oft verschiedene, maßgeschneiderte Angebote. So wird zum Beispiel bei der Postbank je nach Konto ein monatlicher Geldeingang von 1.000 bis 4.000 Euro verlangt. Diese Grenzen sind jedoch bei den Banken sehr verschieden. Auch andere Bedingungen sind möglich. So kann der Erwerb von verzinsten Genossenschaftsanteilen Vorraussetzung für ein Gratiskonto sein.

Suchen Sie das passende Rahmenangebot

Teuer wird es oftmals, wenn Kunden die vereinbarten Bedingungen nicht oder nicht mehr erfüllen. Bei der Postbank sind dann, je nach vereinbartem Angebot, Kosten von bis zu 9,90 Euro im Monat möglich. Aber auch hier sollten Sie genau hinschauen. Auch die Kosten bei Nichterfüllung der Bedingungen sind sehr unterschiedlich.

Ein weiterer Faktor, den Sie bei der Wahl des richtigen Kontos beachten sollten, ist das Netz an Geldautomaten oder in welchem Verbund Ihre Bank ist. Das ist entscheidend bei der Frage, ob Sie immer und überall kostenlos an Bargeld kommen. Die Kosten können je nach Verbund zwischen 1,95 Euro und 7,50 Euro liegen. Bedenken Sie also Ihr Abhebeverhalten und ob Sie in Ihrer Nähe genügend Geldautomaten Ihres Bankenverbundes haben.

Auch die Guthabenverzinsung ist nicht unwichtig bei der Wahl des Kontos. Auch hier sind deutliche Unterschiede zu beobachten. So sind bei einigen Banken bis zu 1,6 Prozent Guthabenzinsen möglich. Aber auch dies kann wieder an Bedingungen wie einen regelmäßigen Geldeingang geknüpft sein.