Eingrenzung des Verkaufs und Konsums von Spirituosen

Schluss mit Ballermann? Mallorca plant neue Trink-Regeln

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13. Dezember 2019 - 11:07 Uhr

Das negative Image Mallorcas als Partyinsel soll bekämpft werden

Erst kürzlich hat die Regierung von Mallorca verkündet, ein neues Gesetz gegen Plastikmüll an den Start zu bringen. Jetzt schmiedet die vor allem bei Deutschen beliebte Insel weitere Pläne - vor allem gegen den anhaltenden Alkoholtourismus. Die Balearenregierung will ein neues Gesetz auf den Weg bringen, um das negative Image Mallorcas als Partyinsel endlich in den Griff zu bekommen.

Bars und Clubs droht die Schließung

Der Verkauf und Konsum von Alkohol in einigen Gegenden soll künftig streng reglementiert werden - bei Zuwiderhandlung drohen Bars und Clubs hohe Geldstrafen und eine Schließung von bis zu drei Monaten. Das Dekret, das im Januar verabschiedet werden soll, gelte aber ausschließlich für "Problemzonen", so der Sprecher. Dazu gehört neben dem Bereich rund um die Schinkenstraße am Ballermann auch die bei Briten beliebte Ausgehmeile Punta Ballena in Magaluf. Eine weitere Sonderzone liegt auf Ibiza im Ort Sant Antoni de Portmany.

Die Folgen des exzessiven Alkoholkonsums auf der Insel sind verheerend

Zu den Folgen des exzessiven Alkoholkonsums gehören neben Schlägereien und Sachbeschädigung auch Stürze von Hotelbalkonen, die Folge des sogenannten Balconings sind. Dabei versuchen Touristen etwa, vom Hotelbalkon direkt in den Pool zu springen oder einen anderen Balkon zu erreichen. So verletzten sich jedes Jahr Urlauber oder sterben gar. Mallorquinische Medien schrieben, dass Touristen, die in Zukunft beim Balconing erwischt werden, laut Gesetz sofort des Hotels verwiesen werden sollen.

Ministerium arbeitet an größtmöglicher Zustimmung

Das Ministerium wollte das noch nicht bestätigen - es werde aber auf Hochtouren daran gearbeitet, eine größtmögliche Zustimmung für die geplanten Regulierungen zu erreichen, hieß es.

Genau daran scheiterte der letzte Versuch, gegen den Sauftourismus vorzugehen: Die Vorgängerregierung hatte Ende 2018 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Ausschank alkoholischer Getränke bei All-Inklusive-Angeboten drastisch reduzieren sollte. Die Pläne zerbrachen am Widerstand von Hoteliers und Reiseveranstaltern.