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Schlimme rassistische Ausfälle: Heftiger Nazi-Skandal bei Mannheimer Verkehrsbetrieben

Schlimme rassistische Ausfälle: Heftiger Nazi-Skandal bei Mannheimer Verkehrsbetrieben

Nicht die Nazis wurden entlassen, sondern der Mitarbeiter

Hetze gegen Flüchtlinge, unverhohlener Rassismus, der Hitlergruß zum Abschied und schräge Gewaltfantasien gegen Migranten und Geflüchtete: Die Mannheimer Verkehrsbetriebe RNV (Rhein-Neckar-Verkehr) haben ein ernstes Nazi-Problem. Ein mutiger Mitarbeiter filmte die absurden Szenen in dem Büro über fast ein Jahr. Das Verrückte: Nicht die Nazis wurden entlassen, sondern der Mitarbeiter. Jetzt hat er das Material der Staatsanwaltschaft übergeben.

Unerträgliche Nazi-Sprüche

Von April 2015 bis Februar 2016 dokumentierte der Mann die unerträglichen Nazi-Sprüche seiner Kollegen. Wie die 'Bild' berichtet, ging er mit den Informationen auch zu seinem Vorgesetzten. Der habe davon aber nichts wissen wollen. Schließlich wurde der Mann sogar selbst entlassen - die Nazis nicht. Ein Jahr lang traute sich der Mann nicht, das Material der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Er hatte Angst und die Filmaufnahmen sind illegal. Jetzt liegen die Filme aber vor.

Was der Mitarbeiter erleben musste, überschreitet alle Grenzen: "Die, die Asylbewerber einladen, gehören abgefackelt", sagt einer, der noch den Hitlergruß zeigt, bevor er den Raum verlässt. Die anderen finden das lustig.

"Die Nigger. Das sind alles Volksschädlinge und die das Gesindel reinlassen, sind Volksverräter. Beide gehören vor Gericht, und je nach Vergehen liquidiert", sagt ein anderer Mann, der einen Blaumann trägt. Und ein weiterer ruft "scheiß Nigger" und erschießt sie mit einer imaginären Maschinenpistole.

Bei RNV äußerte man sich zurückhaltend. Man müsse erst das Material sehen. Solche Anschuldigungen hätten Konsequenzen zur Folge.