15. April 2019 - 17:41 Uhr

Die Bundespolizei hat eine Schleuserfahrt mit zwölf Irakern gestoppt. Der türkische Kleintransporter sei am Samstag von Tschechien nach Deutschland eingereist, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Bei einer Kontrolle im oberpfälzischen Landkreis Cham entdeckten die Beamten sieben Männer, drei Frauen und zwei Jugendliche im Laderaum. Der 47-jährige Fahrer gab bei der Vernehmung an, er sei in Istanbul als Schleuser angeheuert worden und sollte pro Person 1000 Euro erhalten. Die Geschleusten zahlten laut Ermittlungen bis zu 12.000 US-Dollar pro Person.

Die Türen zum Laderaum seien mit unbeschädigten Plomben des türkischen Zolls versiegelt gewesen. Die Türen hätten sich aber ohne Beschädigung der Plomben öffnen lassen, teilte die Bundespolizei mit. Alle zwölf Iraker hätten Schutzersuchen gestellt. Die zehn Erwachsenen kamen in ein Erstaufnahmelager in Regensburg, die beiden Jugendlichen in eine Jugendhilfeeinrichtung in der Oberpfalz, der Fahrer in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA