Schleswig-Holstein plant keine Mundschutzpflicht

31. März 2020 - 15:12 Uhr

Die schleswig-holsteinische Landesregierung plant zur Eindämmung des neuen Coronavirus derzeit keine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes beim Einkaufen oder auf öffentlichen Plätzen. Dies erklärte das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Solange Masken ein knappes Gut seien, müssten vorrangig die an der medizinischen Versorgung Beteiligten damit ausgestattet werden. Somit stelle sich die Frage einer allgemeinen Empfehlung für die Bevölkerung nicht.

Die besonders von der Coronavirus-Pandemie betroffene thüringische Großstadt Jena steuert zur Eindämmung der Lungenkrankheit eine Maskenpflicht an. Bundesweit soll eine solche Maßnahme derzeit aber nicht umgesetzt werden. Nach Angaben der Jenaer Stadtverwaltung soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr "in einer Woche" verpflichtend sein. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprachen sich dagegen im Moment gegen eine allgemeine Masken- oder Mundschutzpflicht aus. Bundesinnenminister Horst Seehofer appellierte an die Industrie, an der Herstellung dringend benötigter Medizinprodukte mitzuwirken.

Quelle: DPA