Schlechte Noten für die Bundesregierung

© dpa, Tim Brakemeier

10. Juli 2010 - 14:49 Uhr

Trotz ausgelassener WM-Stimmung im ganzen Land und positiven Zahlen aus der Wirtschaft kann die Bundesregierung nicht von diesem Aufwärtstrend profitieren. Im Gegenteil: In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL rutscht die Bundeskanzlerin in der Gunst der Bürger sogar weiter ab.

Mit einer Durchschnittsnote von 3,3 und damit 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im Mai, muss sich Merkel deutlich hinter ihren Parteikollegen Thomas de Maiziere (3,2) und Wolfgang Schäuble (2,9) einordnen. Vizekanzler Guido Westerwelle bildet mit einer Note von 4,3 sogar das Schlusslicht in der Bewertung von 1.000 Befragten. Und der FDP-Chef liegt mit deutlichem Abstand auf dem letzten Platz: Entwicklungsminster Dirk Niebel erhielt auf dem vorletzten Platz eine Note von 3,9.

Angeführt wird die Rangliste unverändert von Karl Theodor zu Guttenberg. Der Verteidigungsminister konnte seine Durchschnittsnote von 2,8 im Mai, auf 2,6 im Juni sogar verbessern. Auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen schnitt mit einer Bewertung von 2,8 ebenfalls 0,2 Prozentpunkten besser als noch im Vormonat ab.

Doch nicht nur die Bundesregierung ist von schlechten Noten betroffen, auch die Opposition rutschte reihenweise in der Bewertung ab. So erhielt SPD-Chef Siegmar Gabriel eine Durchschnittsnote von 3,2 (Mai 2,9). SPD-Kollege Frank-Walter Steinmeier genauso wie die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast müssten sich mit einer 3,1 im Noten-Mittelfeld einordnen.