13. Februar 2019 - 16:22 Uhr

Aus Ästen eine „Leiter" gebaut

Da staunten die Besucher eines Zoos im nordirischen Belfast nicht schlecht: Auf ihrem Streifzug durch die Anlage lief ihnen plötzlich ein ausgewachsener Schimpanse über den Weg. Er und einige seiner Artgenossen waren nach einem Sturm aus dem Gehege ausgebüxt - und zwar auf ziemlich gewitzte Weise. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art in dem Tierpark. Die "Ausbruchszenen" und wie die Besucher reagieren, zeigen wir im Video.

Eine gefährliche Begegnung

Ein ausgewachsener Schimpanse kreuzt nur wenige Meter entfernt den Fußweg. Eine Familie hält den Moment mit dem Handy fest. Das Tier wirkt friedlich, doch die Begegnung hätte auch anders ausgehen können, wie Dr. Pia Krawinkel, Tierärztin in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen, RTL berichtet. "Ein geschlechtsreifer Schimpanse kann sehr gefährlich werden, weil er enorme Kräfte hat. Und wenn das Tier verunsichert ist, weil es nicht mehr in der gewohnten Umgebung ist oder von seiner Familie getrennt ist, kann er einen Menschen verletzen."

Dazu ist es in diesem Fall zum Glück nicht gekommen. Die Affen kehrten nach einer kurzen Erkundungstour freiwillig in ihr Gehege zurück. "Sie sind sehr intelligent und wissen, dass sie nicht außerhalb des Geheges sein sollten, also kamen sie von alleine wieder", sagte ein Zoo-Mitarbeiter der "BBC".

Doch wie ist es den Freigängern überhaupt gelungen, die meterhohe Mauer zu überwinden, die das Areal umfriedet? Offenbar fungierte Sturmtief Erik quasi als Fluchthelfer der Tiere. Die Bäume in dem Gehege waren durch das stürmische Wetter nämlich brüchig geworden. Die Schimpansen brachen Äste ab und nutzen sie als Leiter, um abzuhauen", so der Mitarbeiter.

Zuvor war bereits ein Panda getürmt

Nicht der erste Tierausbruch im Belfaster Zoo. Im Januar erst war die Rote Pandadame Amber über Nacht ausgebüxt. Später wurde sie dann in einem Garten ganz in der Nähe wiederentdeckt.