Schlaganfall hinterm Steuer: Mann stoppt führerlosen Wagen auf der Autobahn

23. Februar 2017 - 13:34 Uhr

Mit einem waghalsigen Manöver verhinderte er eine Katastrophe

Was Manfred Kick getan hat, hätten sich wohl nicht viele getraut. Er war mit seinem Auto auf der A9 bei München unterwegs, als das Fahrzeug vor ihm plötzlich anfing, Schlangenlinien zu fahren. Beim Überholen sah er, dass der Fahrer bewusstlos hinter dem Steuer saß und das Auto unkontrolliert weiterraste. Er entschied sich zu einem waghalsigen Manöver und rette ihm so vermutlich das Leben.

Für ihn war klar: "Ich muss an den Fahrer rankommen, um dem zu helfen." Er setzte sich mit seinem Auto vor den anderen Wagen, ließ ihn auffahren und bremste dann ab. So brauchte er das führerlose Fahrzeug zum Stehen. Dann leiste er sofort Erste Hilfe.

"Ich fühl mich jetzt nicht als der große Held oder Lebensretter"

Manfred Kick rettete einem Autofahrer das Leben
Manfred Kick fühlt sich selbst gar nicht als Held.

Der andere Autofahrer hatte mitten auf der Autobahn einen Schlaganfall erlitten – eine wirklich lebensgefährliche Situation. Inzwischen geht es ihm wieder besser, weil Manfred Kick so beherzt eingriff. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Doch dank Kick bekam der Schlaganfallpatient schnell ärztliche Hilfe.

Der findet sein mutiges Handeln ganz selbstverständlich und würde es wohl immer wieder tun. "Ich fühl mich jetzt nicht als der große Held oder Lebensretter", sagt Kick bescheiden. Dass viele das anders sehen, ist klar. Wäre er nicht gewesen, hätte es eine Katastrophe geben können. Sein Autohersteller hat nun sogar angekündigt die Reparaturkosten für das Auto des Lebensretters zu übernehmen. Sein selbstloses Handeln wird also belohnt.