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Schlag gegen Kinderpornos im Internet - Polizei durchkämmt Wohnungen von 67 Verdächtigen

Schlag gegen Kinderpornos im Internet - Polizei durchkämmt Wohnungen von 67 Verdächtigen

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Puppe liegt am 13.05.2011 in Kassel in einem Kinderzimmer auf dem Teppich. Der Runde Tisch gegen Kindesmissbrauch will am 20.02.2013 in Berlin eine Bilanz seiner vor 15 Monaten veröffentlichten Empfehlungen ziehen. Die Bu
Die Aufnahmen zeigen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern - darunter auch von Kleinstkindern. Foto: Symbolbild
dpa, Uwe Zucchi

Schweren sexueller Missbrauch auch von Kleinstkindern

Wenige Tage nach einem großen Schlag gegen Kinderpornos im Darknet melden die Ermittler den nächsten Erfolg: Die Wohnungen von 67 Tatverdächtigen wurden durchsucht. Ein betroffener Onlinedienst aus den USA unterstützte die Ermittlungen.

Material über 'Chatstep' ausgetauscht

Im Kampf gegen Kinderpornos im Internet haben Ermittler die Wohnungen von 67 Tatverdächtigen in Deutschland durchsucht. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) Wiesbaden mitteilten, erfolgten die Durchsuchungen bereits vom 5. bis 19. Juli. Die Beschuldigten im Alter von 18 bis 80 Jahren stehen im Verdacht, über den Onlinedienst 'Chatstep' Bilder und Videos mit Kinderpornografie getauscht zu haben. Die Aufnahmen zeigten schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern, sowie von sexueller Gewalt gegen Kinder.

Um die mutmaßlichen Täter zu identifizieren, habe der US-amerikanische Betreiber der Internet-Plattform mit dem BKA zusammengearbeitet. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger der Beschuldigten sowie weitere Ermittlungen dauerten noch an. Die meisten Tatverdächtigen kommen aus Hessen, Niedersachsen (je 9), Bayern und Nordrhein-Westfalen (je 8) sowie Baden-Württemberg (5). Vier Verdächtige sind es den Angaben zufolge aus Rheinland-Pfalz.

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Polizei legt Kinderpornografie-Plattform 'Elysium' still

Vor wenigen Tagen hatten die Ermittler bereits einen großen Schlag gegen Kinderpornografie gemeldet. Eine der größten internationalen Kinderpornografie-Plattformen im Darknet, 'Elysium', wurde stillgelegt, 14 Verdächtige wurden festgenommen. Zwölf von ihnen wird sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das BKA am 7. Juli mitgeteilt hatten. Sieben Beschuldigte - fünf Deutsche und zwei Österreicher - kamen in Untersuchungshaft.

Auf der 87.000 Nutzer zählenden Plattform 'Elysium' wurden demnach kinderpornografische Bilder und Videos ausgetauscht, darunter Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs. Die Opfer waren Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren. Für die Verbreitung kinderpornografischen Materials können bis zu fünf Jahre Gefängnis verhängt werden.