7. Juli 2017 - 13:28 Uhr

Schlafstörungen bei Kindern kann zu ernsthaften Problemen führen

Immer wieder wacht Ihr Kind in der Nacht auf und kann nicht mehr einschlafen? Schlafstörungen bei Kindern sind häufiger als man denkt und sie können einen sehr schlechten Einfluss auf die Entwicklung Ihres Sprosses haben. Mit einigen Tipps können Sie den Schlaf wieder ins Kinderzimmer einziehen lassen.

Schlafmangel ist ungesund und zwar nicht nur für Erwachsene. Auch – und vor allem – Kinder benötigen ausreichend Schlaf, um sich gesund entwickeln zu können. Daher sollte man als Elternteil immer ein Auge auf das Schlafverhalten seines Kindes haben.

Das sind die Folgen von Schlafstörungen bei Kindern

Schlafstörungen bei Kindern können neben Konzentrationsschwäche und schlechter Laune auch Entwicklungsstörungen hervorrufen.

Kinder, die unter Schlafmangel leiden, haben oft ein sehr dünnes Nervenkostüm. So reagieren sie oft empfindlich auf nichtige Situationen, haben je nach Alter den Hang zu Schrei- und Trotz-Anfällen.

Aber auch auf den Körper wirken sich Schlafstörungen bei Kindern aus. Einer Studie der Universität Auckland, Neuseeland zufolge haben Kinder mit Schlafentzug häufiger Probleme mit Übergewicht.

Was kann ich gegen Übermüdung bei meinem Kind tun?

Zunächst gilt es die Ursache für den Schlafmangel herauszufinden. Hat Ihr Kind Alpträume, Angst oder schnarcht es? Je nachdem, was der Grund für die Schlafstörung ist, können Sie Maßnahmen ergreifen.

Wenn Ihr Kind schnarcht: Hier sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, der sich die Atemwege Ihres Kindes genauer ansieht und die Ursache findet. Entsprechend kann der Arzt die passende Therapie einleiten.

Angst und Alpträume: Hier gilt es Ihrem Kind Sicherheit zu vermitteln. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die je nach Kind variieren können. Probieren Sie am besten verschiedene Dinge aus:

Licht im Kinderzimmer: Kinder haben Angst im Dunkeln, das ist kein Mythos und auch nachvollziehbar. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass es niemals stockdunkel im Kinderzimmer ist. Auch wenn das Kind in der Nacht aufwacht, ist es wichtig, dass es eine Lichtquelle hat, um sich orientieren zu können.

Eine Geräuschkulisse: Anders als viele Erwachsene brauchen Kinder zum Schlafen nicht absolute Ruhe, eher im Gegenteil. Nebengeräusche sind für sie oft ein Hinweis darauf, dass sie nicht alleine sind und sich in Sicherheit fühlen. Daher vielleicht einfach die Tür einen Spaltbreit auflassen, sodass das Kind den Fernseher oder Unterhaltungen hören kann.

Ein Einschlafritual: Es ist wichtig, dass das Kind nicht vollkommen aufgedreht ins Bett geht. Daher den Abend möglichst ruhig ausklingen lassen. Das kann zum Beispiel in Form von Vorlesen geschehen. Setzen Sie sich mit Ihrem Kind etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen hin und lesen Sie ihm eine Geschichte vor. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Geschichte nicht zu aufregend oder gar gruselig ist, da das durchaus Alpträume auslösen kann.

Die Angst nehmen: Wenn Ihr Kind vor etwas Angst hat, sollten Sie mit ihm darüber reden. Lassen Sie sich schildern, was genau die Angst verursacht und versuchen Sie mit Argumenten Ihrem Kind zu helfen. Auch Taten können ein Kind überzeugen. Zeigen Sie ihm, dass kein Monster unter dem Bett, im Schrank oder hinter der Tür lauert.

Schlafstörungen bei Kindern durch den Nachtschreck?

Viele Kinder haben Phasen, in denen der sogenannte Nachtschreck auftreten kann. Hier schreckt das Kind vermeintlich aus dem Schlaf und reagiert panisch und mit großer Angst. Hiergegen können Sie nicht viel unternehmen, da das Ganze während des Schlafs passiert und sich die Kinder nicht an das Geschehene erinnern können. Lesen Sie mehr in unserem Artikel 'Nachtschreck: Das passiert und so können Sie helfen'.

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