Schimmelpilzgift in Hälfte aller Vollkornspaghetti

Vollkornspaghetti haben mehr Biss, sind dafür laut "Ökotest" gelegentlich auch mit Schimmelpilzgift belastet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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27. Februar 2020 - 10:28 Uhr

Sie schmecken herber und getreidiger als helle Nudeln, punkten dafür mit mehr Ballastoffen. Dass sie sich im Mund leicht stumpf anfühlen, schreckt Fans von Vollkornnudeln nicht ab. Wie es neben dem Geschmack um die Schadstoffe in der dunklen Pasta steht, hat die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 3/2020) untersucht. Ergebnis: Von den 20 Vollkornspaghetti können die Tester nur knapp die Hälfte empfehlen.

Während acht Produkte "sehr gut" abschnitten und ein weiteres "gut", sortierten sich elf Produkte zwischen "befriedigend" bis "ungenügend" ein. Der Grund liegt in der Belastung mit Schimmelpilzgiften. Bei einer Probe wurden zusätzlich auch noch Pestizide nachgewiesen.

Doch wie kommt das Gift in die Pasta? Die Toxine kommen besonders bei feucht-warmer Witterung schon auf dem Feld ins Korn, schreibt die Zeitschrift. Und zwar würden die Schimmelpilze vor allem in den Randschichten des Korns sitzen. Während ein Hersteller versprach, das künftig noch sorgfältiger zu kontrollieren, beriefen sich andere darauf, die Richtwerte einzuhalten. Einen gesetzlich bindenden Grenzwert gibt es bislang nicht.

Quelle: DPA