Schicksal von Zirkus-Affe Robby entscheidet sich vor Gericht: Jahrelanger Rechtsstreit vor Entscheidung

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28. September 2018 - 8:25 Uhr

"Robby ist mein siebtes Kind, er gehört zur Familie"

Was die Hauptperson über den ungewöhnlichen Fall denkt, werden wir nie erfahren. Seit Jahren tobt ein Rechtsstreit um den wohl letzten Menschenaffen in einem deutschen Zirkus. Jetzt geht er in eine neue Runde: Am 8. November wird vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg verhandelt, ob der Schimpanse Robby aus dem "Circus Belly" geholt werden soll. Das Verwaltungsgericht der Stadt hatte im Frühjahr 2017 entschieden, dass Robby in einer Auffangstation für gequälte Primaten das Leben unter Artgenossen lernen soll. Dagegen legte der Zirkusdirektor Klaus Köhler Berufung ein.

Zirkusdirektor befürchtet Tod des Schimpansen

Robby, Zirkus-Schimpanse
Zirkus-Schimpanse Robby.
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"Robby ist mein siebtes Kind, er gehört zur Familie", sagt Köhler. "Wir beschäftigen uns vier Stunden am Tag mit ihm." Nach Überzeugung des 70-Jährigen würde eine Umsiedlung des betagten Affen seinen Tod bedeuten. Mit einem Eilantrag hatte er erreicht, dass der etwa 47-jährige Schimpanse Robby so lange im Zirkus bleiben darf, bis das Berufungsverfahren entschieden ist. Der Schimpanse lebt bereits seit über 30 Jahren in dem Zitkus.

Peta: Er hatte ein trauriges Leben und nie richtige Sozialpartner

Klaus Köhler
Klaus Köhler glaubt, ihn laust der Affe.
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Eine bereits 1990 veröffentlichte Richtlinie des Bundesagrarministeriums fordert ein Ende der Haltung von Menschenaffen im Zirkus. Tierschützer setzen sich seit Jahren für ein generelles Wildtierverbot in der Manege ein. Die Tierrechtsorganisation Peta hat 2011 eine Kampagne mit dem Motto "Rettet Robby" gestartet. Der Affe habe ein trauriges Leben und nie adäquate Sozialpartner gehabt, sagte Peta-Fachreferentin für Zoo und Zirkus, Yvonne Würz.

Zirkusdirektor Klaus Köhler beschäftigt sich mit Robby.
Der Zirkusdirektor beschäftigt sich täglich mehrere Stunden mit Robby.
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Zirkus aus dem niedersächsischen Visselhövede: Robbys Zuhause.
Noch ist der Zirkus aus dem niedersächsischen Visselhövede Robbys Zuhause.
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"Wir hoffen, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts am 8. November bestätigt wird", so Würz.

Quelle: DPA/RTL.de