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Scheinehen-Razzia in fünf Bundesländern: Hunderte Polizisten im Einsatz gegen Schleuser

13.06.2018, Sachsen, Leipzig: Beamte der Bundespolizei stehen an ihren Fahrzeugen vor einem Mehrfamilienhaus im Leipziger Stadtteil Plagwitz. Dort findet ein Polizeieinsatz im Zusammenhang mit Scheinehen statt. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild
In Leipzig und mehreren anderen Orten gab es eine Durchsuchungen wegen bandenmäßig organisierter Scheinehen. © dpa, Sebastian Willnow, wil htf

Scheinehen zwischen indischen und pakistanischen Staatsangehörigen und Frauen aus der EU

Mit einem großen Aufgebot haben Ermittler am Mittwoch in fünf Bundesländern mehrere Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Mit den Razzien soll gegen organisierte Scheinehen vorgegangen werden, die zwischen indischen und pakistanischen Staatsangehörigen und überwiegend osteuropäischen Frauen aus der EU geschlossen wurden.

Der Schwerpunkt der Razzien lag in Eilenburg und in Hettstedt

Neben Baden-Württemberg gab es Durchsuchungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Hunderte Beamte waren im Einsatz. Der Schwerpunkt der Razzien habe im sächsischen Eilenburg und in Hettstedt in Sachsen-Anhalt gelegen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Weitere Durchsuchungen gab es demnach in Stuttgart, Leipzig, Chemnitz, Wurzen, Wuppertal und Frankfurt am Main. 

Mit gefälschten Heiratsurkunden sollte ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden

13.06.2018, Sachsen, Leipzig: Ein Beamter der Bundespolizei begleitet einen Mann aus einem Mehrfamilienhaus im Leipziger Stadtteil Plagwitz. Dort findet ein Polizeieinsatz im Zusammenhang mit Scheinehen statt. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/
Polizeieinsatz in Leipzig: Ein Beamter der Bundespolizei begleitet einen Mann aus einem Mehrfamilienhaus im Leipziger Stadtteil Plagwitz. © dpa, Sebastian Willnow, wil htf

Den drei Hauptbeschuldigten wird den Angaben nach vorgeworfen, mit gefälschten Heiratsurkunden, die in Zypern ausgestellt worden sein sollen, die Eheschließungen organisiert zu haben. Mit den gefälschten Papieren sollte ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig habe bereits seit dem Frühjahr 2017 in diesem Zusammenhang ermittelt. Das Verfahren richtet sich gegen 34 Verdächtige.

Quelle: dpa/RTL Next

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