Sieben große Wale an irischer Küste angeschwemmt

Schaulustige machen Selfies mit sterbendem Wal

Sieben große Wale sind an der irischen Küste angeschwemmt worden, sechs von ihnen verendeten qualvoll am Strand.

20. August 2020 - 10:58 Uhr

Einer lebt noch, sechs sind qualvoll verendet

Sieben große Wale sind an der irischen Küste angeschwemmt worden, sechs von ihnen verendeten qualvoll am Strand. Nur einer der Nördlichen Entenwale lebte noch, berichtet der TV-Sender Sky News. Ob er überlebt, ist ungewiss. Er schaffte es durch die Gezeiten immerhin wieder zurück ins Wasser. "Wir sind vorsichtig optimistisch, dass dieser Wal es wieder aus der Bucht schaffen könnte", twitterte die Irish Whale and Dolphin Group (IWDG).

Medikament zum Einschläfern in Irland nicht verfügbar

Verstörend: Menschenmassen waren vor Ort, um Selfies mit dem sterbenden Wal zu machen. Der Gemeinderat und die Polizei haben eine Barriere errichtet, um die Gaffer fernzuhalten. Eine IWDG-Sprecherin sagte, dass alle Tiere noch gelebt hätten, als sie angespült wurden.

Sie seien leider nicht zu retten gewesen, sie und ihre Kollegen konnten nur noch versuchen, ihnen das Sterben zu erleichtern. "Es ist sehr trostlos", sagte sie.

Man habe die Tiere nicht einschläfern können, da dafür ein spezielles Medikament nötig sei, dass in Irland nicht verfügbar sei.

Normalerweise leben die Tiere, die eine kurze, delfinartige Schnauze haben, auf dem offenen Meer und meiden die Küsten. Unklar war die Ursache für die Strandungen in der Nähe des Dorfs Rossnowlagh in der Grafschaft Donegal im Norden Irlands. Nördliche Entenwale können bis zu zehn Meter lang werden.