Dicht an dicht gedrängt, trotz Corona

Scharbeutz: Ostsee-Strand wegen Überfüllung geschlossen

Der Strand in Scharbeutz ist voll - doch die Touristen scheint das nicht weiter zu stören.
© RTL, Bastian Vollmer

27. Juni 2020 - 16:22 Uhr

Unglaubliche Bilder: Touristen drängen sich am Strand in Schleswig-Holstein

Diese Bilder sind unglaublich: An einem Strand in Schleswig-Holstein drängen sich die Urlauber dicht an dicht – und das trotz Abstands- und Hygienegeboten! Der Urlaubsort Scharbeutz zieht nun Konsequenzen und schließt die überfüllten Strandabschnitte für weitere Touristen.

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„Der Mindestabstand kann nicht gewährleistet werden"

Strand Scharbeutz
Der Strandabschnitt ist geschlossen, die Urlauber stehen trotzdem an.
© RTL, Bastian Vollmer

Die Urlaubssaison hat begonnen und trotz Corona-Pandemie strömten die Menschen am Samstag an die deutschen Strände. Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus scheinen die Urlauber nicht zu haben, wie Bilder aus dem Urlaubsort Scharbeutz in Schleswig-Holstein vermuten lassen. Dort wurden bereits mittags die ersten Strandabschnitte wegen Überfüllung geschlossen. "Der Mindestabstand kann nicht gewährleistet werden, bitte verwenden Sie den nächsten Strandabschnitt!" lautet es auf einem Schild, das an einem Strand-Zugang aufgestellt wurde. Doch daran scheint sich niemand zu stören. Direkt hinter dem Schild stehen die Touristen Schlange, um einen Platz am Meer zu ergattern.

Die aktuellen Bilder aus Schleswig-Holstein erinnern an die Zustände im englischen Bournemouth Mitte der Woche. Dort waren die Menschen nach der Lockerung des Lockdowns in Scharen ans Meer geströmt.

Video: England im Ausnahmezustand - Überfüllte Strände nach Lockdown-Lockerung

Etwa 10.000 zusätzliche Badegäste: Bürgermeisterin lässt Zufahrtsstraßen sperren

Laut einem Bericht des NDR sollen die Parkplätze in Scharbeutz sowie am benachbarten Haffkruger Strand bereits zu 70 Prozent belegt sein. Das bedeutete circa 10.000 zusätzliche Gäste in den beiden Ostsee-Orten. Bürgermeisterin Bettina Schäfer habe daraufhin verschiedene Zufahrtsstraßen von Polizei und Feuerwehr abriegeln lassen. Somit sollte, zumindest für den Samstag, kein weiterer Touristen-Ansturm auf die Strandabschnitte möglich sein.

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