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Schalke stagniert wie gehabt - Abstiegsangst in Bremen wächst weiter

Union-Fans feiern im Wald

Schalke stagniert wie gehabt - Abstiegsangst in Bremen wächst weiter

BERLIN, GERMANY - JUNE 07: Schalke's Salif Sane holds his head during the Bundesliga match between 1. FC Union Berlin and FC Schalke 04 at Stadion An der Alten Foersterei on June 7, 2020 in Berlin, Germany. (Photo by Michael Sohn/Pool via Getty Image
1. FC Union Berlin v FC Schalke 04 - Bundesliga
MS SO, Michael Sohn/Pool via Getty Imag, Bongarts

Kein Sieger zwischen Augsburg und Köln

Für Werder Bremen wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Am 30. Bundesliga-Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt dem VfL Wolfsburg mit 0:1. In der Tabelle bleibt der viermalige deutsche Meister auf Platz 17 – einem direkten Abstiegsplatz. Es wäre der zweite Abstieg für die Bremer nach 1980.

Schalke dagegen bremste seine Talfahrt ein bisschen. Den Königsblauen gelang mit einem 1:1 bei Union Berlin immerhin ein Auswärtspunkt. Dennoch stellten die Knappen den vereinseigenen Negativ-Rekord von zwölf sieglosen Spielen in Folge aus der Saison 1993/94 ein. Und im Wald feierten die Union-Fans. Nur wenig zu feiern gab es in Augsburg.

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FC Augsburg - 1. FC Köln 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Modeste (86.), 1:1 Max (88.)

Bes.Vork.: Horn (KOE/27.) hält FE von Niederlechner

Die erste Halbzeit gehörte einzig und allein dem FCA, der die Partie komplett im Griff hatte. Sich nicht im Griff hingegen hatte Timo Horn. Gegen Noah Joel Sarenren Bazee kam der FC-Keeper zu spät und senste ihn nach 25 Minuten im Strafraum um. Horn machte seinen Fauxpas allerdings postwendend wieder gut, indem er den fälligen Elfer von Florian Niederlechner übers Gebälk fingerte. Von Köln kam offensiv nichts, Augsburg machte zu wenig aus seinen Chancen.

Nach der Pause meldete sich der Effzeh dann anwesend. Ismail Jakobs vergab die beste Möglichkeit (62.). Der Rest spielte sich auf überschaubarem Niveau zwischen den Boxen ab. Als alle schon auf schnöde Nullnummer programmiert waren, stach Kölns Joker Anthony Modeste zu. Drei Minuten nach seiner Einwechslung knallte der Franzose die Kugel in die Maschen. Kingsley Ehizibue und Jakobs hatten den Treffer sehenswert vorbereitet. Doch die Gäste ließen sich noch die Butter vom Brot nehmen. Am Ende steht eine Punkteteilung, die beiden Teams im Abstiegskampf weder sonderlich schadet, noch übermäßig nützt.

Union Berlin - Schalke 04 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Andrich (11.), 1:1 Kenny (28.)

Die Unioner aus Köpenick erwischten im zweiten Sonntagspiel den besseren Start. Schalke wirkte nach der Talfahrt der vergangenen Wochen verunsichert und geriet prompt in Rückstand. Anthony Ujah schickte mit einem Steilpass Robert Andrich auf die Reise. Das nutzte der Mittelfeldspieler und schenkte humorlos mit einem Flachschuss zum 1:0 ein. Von einem Aufbäumen war bei den Schalkern danach nichts zu spüren. Trotzdem fiel der Ausgleich. Jonjoe Kenny trabte durch das Mittelfeld und dachte sich, wenn ich schon nicht attackiert werde, schieß ich mal – mit Erfolg. Aus 18 Metern Entfernung schlug der Ball links unten im Kasten von Rafal Gikiewicz ein.

Nach dem Wechsel sank der Unterhaltungswert der Partie spürbar. Die einzige hochkarätige Chance vereitelte Alexander Nübel (87.), als Keven Schlotterbeck nach einer Ecke aus kurzer Distanz freistehend zum Schuss kam. Den rund 30 Union-Fans, die sich im Wald vor dem Stadion Alte Försterei versammelt hatten – mit Mindestabstand natürlich – war’s egal. Sie feierten den Punktgewinn der Eisernen lautstark. Die Gesänge der Anhänger waren auch zuvor im leeren Stadion deutlich zu hören. „Das war überragend und in dieser Zeit richtig schön", sagte Torschütze Andrich, der bei seinem 48. Torschuss in der laufenden Saison das Runde erstmals auch ins Eckige bekam.

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Werder Bremen - VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Weghorst (82.)

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Gäste aus Wolfsburg die erste dicke Chance. Nach einem Doppelpass mit Victor tauchte VfL-Stürmer Wout Weghorst (15.) frei Jiri Pavlenka auf, doch der Werder-Keeper behielt im Eins-gegen-Eins die Oberhand. Bei Bremen stimmte die Moral, doch offensiv lief wenig zusammen. Bis zur 32. Minute. Yuya Osako fasste sich aus 18 Metern ein Herz, doch Wolfsburgs Schlussmann Koen Casteels entschärfte den Strahl des Japaners.

Auch nach dem Wechsel sahen die Zuschauer eine temporeiche, attraktive Partie. Allein das Salz in der Suppe fehlte – die Tore. Als alle mit einem Remis rechneten, stach Weghorst (82.) zu. Nach einer Flanke von Felix Claus wuchtete der Holländer die Kugel wuchtig in die Maschen – der Knockout für die Hausherren.

Aktion vor Anpfiff: "Klare Kante gegen Rassismus" - Werder- und Wolfsburg-Profis knien