Schalke in der Huntelaar-Falle

© dpa, Friso Gentsch

21. Februar 2013 - 13:10 Uhr

Auf Horst Heldt kommen alles andere als besinnliche Tage zu. Der Schalke-Manager steht vor schwierigen Vertragsverhandlungen. Neben einer Verlängerung mit Trainer Huub Stevens hat die Personalie Klaas-Jan Hunterlaar oberste Priorität.

Die Ausgangslage ist klar: Der Vertrag des Holländers läuft am Saisonende aus, auf ein klares Treuebekenntnis zu Schalke wartet man im Ruhrpott vergeblich. Zwar hatte der 29-Jährige im Überschwang des Triumphes in der Champions League beim FC Arsenal gesagt: "Durch solche Siege werden nicht die Chancen nicht schlechter, dass ich verlängere", doch ist das schon ein Weilchen her, und die Schalker haben sich in der Zwischenzeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zwar stehen sie in der 'Königsklasse' als Gruppenerster im Achtelfinale, in der Bundesliga sind sie aber seit fünf Spieltagen ohne Sieg und in der Tabelle auf Rang 5 durchgereicht worden.

Gerüchte über Interessenten am Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison gibt es reichlich. Inter Mailand soll an ihm dran sein, auch der FC Arsenal. Mit dem Podolski-Club soll sich Huntelaar laut 'L'Equipe' schon einig sein. 5 Millionen Ablöse, so heißt es in der französischen Sportzeitung, wollen die Londoner an Schalke zahlen.

Beim Bundesligisten weiß man davon nichts. "Bis zum heutigen Tag sind das für mich nur Fabelgeschichten, weil ich davon nichts gehört habe", sagte Horst Heldt der WAZ. Der Manager befindet sich in der Zwickmühle. Sollte eine Vertragsverlängerung scheitern, müsste Schalke den Angreifer im Winter verkaufen, um noch ein paar Millönchen der 13 Millionen Ablöse, die die Knappen im Sommer 2010 zum AC Mailand überwiesen haben, zurückzubekommen.

Dann stünde Schalke allerdings ohne einen Knipser von Format da, denn weder Teemu Pukki noch Ciprian Marica sind echte Alternativen. Und die Chancen, in der Winterpause einen Top-Torjäger verpflichten zu können, sind denkbar klein. Und dann wäre auch der neuerliche Einzug der Schalker in die Champions League in Gefahr, was ein noch größeres Loch in die ohnehin schon knappen Kassen reißen würde. Keine leichte Aufgabe für den Schalke-Manager. Besinnliche Tage sehen anders aus.