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Schäuble: Währungskrise nicht zu Ende

Schäuble: Währungskrise nicht zu Ende

Die europäische Währungskrise ist nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit den Beschlüssen des jüngsten Euro-Gipfels nicht beigelegt.

"Der Gipfel hat uns ein gutes Stück vorangebracht", sagte Schäuble dem 'Spiegel'. "Es wird aber nicht das letzte Treffen zu diesem Thema gewesen sein." Europa müsse noch einen langen Weg gehen, bis alle Probleme gelöst seien.

Schäuble forderte die italienische Regierung auf, angekündigte Reformen zügig umzusetzen. "Ankündigungen allein helfen nicht." Das Land müsse vor allem das Haushaltsdefizit schnell und deutlich zurückführen, den Schuldenstand drücken und die Wachstumskräfte stärken. "Italien benötigt strukturelle Reformen am Arbeitsmarkt und in den sozialen Sicherungssystemen", sagte Schäuble. "Italien muss die Märkte davon überzeugen, dass es gewillt und entschlossen ist, die erforderlichen Reformen zügig anzugehen und umzusetzen."