Schäuble: Opfer vom Breitscheidplatz sind nicht vergessen

Polizisten und Rettungskräfte stehen vor der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archiv
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19. Dezember 2019 - 10:00 Uhr

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat am dritten Jahrestag des Terroranschlags vom Breitscheidplatz in Berlin der zwölf Toten und vielen Verletzten gedacht. "Alle diese Opfer sind nicht vergessen. Die Tat hinterließ tiefe Wunden, Trauer bei den Hinterbliebenen, Schmerzen und Traumata bei den Betroffenen und eine bleibende Verletzung in unserer Gesellschaft. Denn wir sehen, die freiheitliche Demokratie ist verwundbar."

Der Staat könne keine hundertprozentige Sicherheit garantieren, sagte Schäuble. "Aber wir tun alles in Deutschland dafür, die Freiheit jedes Einzelnen zu schützen." Er verwies auf die Aufarbeitung des Anschlags im Untersuchungsausschuss des Bundestages. Verantwortlichkeiten würden geklärt, Schlussfolgerungen gezogen und vorhandene Schwachstellen bei der Zusammenarbeit der Behörden beseitigt, um dem Terrorismus wirksamer entgegentreten zu können.

"Vor allem aber brauchen die Opfer der Anschläge unser Mitgefühl, die Anerkennung ihres nichtwiedergutzumachenden Leids", sagte Schäuble. Das sei eine bleibende Aufgabe. "Wie wir ihr gerecht werden, daran bemisst sich auch die Menschlichkeit dieser Gesellschaft."

Am 19. Dezember 2016 war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren. Insgesamt wurden bei dem Anschlag zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt, viele von ihnen schwer.

Quelle: DPA