Schäuble: Keine Ausweitung des Euro-Rettungsfonds

14. Februar 2016 - 15:22 Uhr

Eine Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ist nach Ansicht von Wolfgang Schäuble derzeit nicht notwendig. Gegenwärtig gebe es dafür keine Veranlassung, bekräftigte der Bundesfinanzminister in einem Interview der französischen Zeitung 'La Tribune'.

Die anhaltende Debatte über eine Aufstockung des Euro-Rettungsfonds (EFSF) sende das völlig falsche Signale an die Finanzmärkte. Mit Gesprächen über eine kurzfristig notwendige Ausweitung würden nur Spekulationen über die Finanzlage der Euro-Länder angeheizt, warnte Schäuble. Von den 440 Milliarden Euro des Fonds stehen faktisch nur 250 Milliarden Euro als Kredite zur Verfügung, weil über Garantien das Spitzenrating des EFSF gesichert werden soll. Die Euro-Staaten suchen derzeit nach einem Weg, das Kreditvolumen möglichst auf 440 Milliarden Euro anzuheben.