Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wirbt wegen der Gefahr einer ungeordneten Insolvenz für ein neues Griechenland-Hilfspaket und eine Umschuldung. "Wir stehen vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone", zitierte die 'Welt' aus einem Brief des Ministers an die Euro-Finanzminister und an EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Das Volumen des laufenden Hilfsprogramms für Griechenland reiche nicht aus. Zugleich sprach sich Schäuble für eine Umschuldung unter Beteiligung der privaten Gläubiger aus. Nach Informationen der 'Süddeutschen Zeitung', die sich ebenfalls auf ein Schreiben Schäubles an Amtskollegen berief, sollen Investoren alle Papiere, die sie derzeit halten, in neue Schuldverschreibungen mit einer um sieben Jahre verlängerten Laufzeit umtauschen.