Schäferhund rettet Siebenjährige vor Klapperschlange und wird selber dreimal gebissen

17. Mai 2016 - 12:22 Uhr

"Es ist ein kleines Wunder, dass es ihm wieder so gut geht"

Als Donya DeLuca einen zwei Jahre alten Deutschen Schäferhund namens Haus aus einem Tierheim in Florida zu sich nach Hause holte, ahnte sie wohl nicht, dass sie einen wahren Helden in ihre Familie aufnehmen würde. Denn gut zwei Monate später rettete Haus ihre kleine Tochter und die Großmutter der Siebenjährigen vor einer hochgiftigen Klapperschlange.

"Erst kurz vorher starb unser Hund, der 13 Jahre lang bei uns lebte", erzählt Donya DeLuca dem US-Sender 'Today'. Ihr Ehemann war sehr verwundert, als Donya eines Tages mit einem neuen Hund nach Hause kam. "Er schaute mich an, als ob er fragen würde: 'Ist das dein Ernst?' Aber ich konnte ihn einfach nicht in dem Heim lassen", beschreibt DeLuca.

Haus eroberte sehr schnell das Herz des Paares und seiner beiden Kinder Molly (7) und Joey (4). "Er hat einen großen Schutzinstinkt - vor allem bei den Kindern und ganz besonders nachts", erklärt die zweifache Mutter. Und seine Schutzinstinkte waren schnell gefragt - nämlich als eine giftige Klapperschlange im Garten der Familie war. "Er hat sich sofort zwischen die Schlange und Molly gestellt. Sie und ihre Oma haben zuerst gar nicht realisiert, was los war, doch dann sahen sie plötzlich Blut."

Die Klapperschlange hatte den Hund dreimal ins Vorderbein gebissen. Die Familie brachte ihn sofort in eine Notfalltierarztpraxis. Die Schlange hatte so viel Gift in den Hund gepumpt, dass er das Gegengift über einen Tropf verabreicht bekommen musste und nicht wie sonst üblich per Spritze. Die Niere und die roten Blutkörperchen des Hundes sind durch das Schlangengift geschädigt worden, aber er soll wieder vollständig genesen - zur Überraschung seiner Ärzte. Denn vermutlich hat ihn eine Diamant-Klapperschlange gebissen. Sie ist eine der größten und gefährlichsten Giftschlangen des amerikanischen Kontinents.

"Es ist ein kleines Wunder, dass es ihm wieder so gut geht", fasst DeLuca zusammen. "Am meisten berührt mich, dass er immer freudig mit dem Schwanz wedelt, wenn ich zu ihm komme, obwohl ich weiß, dass er gerade Schmerzen hat." Um die Kosten für die medizinische Behandlung begleichen zu können, hat die Familie eine Spendenseite eingerichtet - und weltweit haben die Menschen für Haus gespendet. Anstatt der benötigten 28.000 Dollar kamen mehr als 52.000 zusammen. Das übrig gebliebene Geld will Donya DeLuca nun dem Tierheim spenden, aus dem sie Haus geholt hat. "Die Leute wollen immer nur Welpen. Aber erwachsene Hunde brauchen auch ein Zuhause und ich hoffe, dass meine Geschichte Menschen dazu ermutigen wird, ihren eigenen Haus zu finden. Denn er hat ein liebevolles Zuhause genauso verdient, wie jeder Welpe."