Schäferhund Quasimodo leidet an einer verkürzten Wirbelsäule - und bekommt jetzt eine zweite Chance

30. März 2016 - 19:32 Uhr

Nur zwölf weitere Hunde leiden an dem seltenen Syndrom

Als Pfleger eines Tierheims Quasimodo auf der Straßen finden, trauen sie ihren Augen nicht: Denn die Körperhaltung des Hundes ist mehr als ungewöhnlich. Er hat eine verkürzte Wirbelsäule, seine Rückenwirbel sind teils zusammengewachsen und einen Hals hat er praktisch auch nicht.

Sie befürchten sofort, dass der deutsche Schäferhund über Jahre in einem Zwinger eingesperrt gewesen war und sich seine Knochen deshalb nicht richtig entwickeln konnten. Genauere Untersuchungen sagen aber etwas anderes: In Wirklichkeit leidet Quasimodo am seltenen Short Spine Syndrom. Weltweit gibt es nur zwölf weitere Hunde, bei denen die gleiche Knochen-Fehlstellung entdeckt wurde.

Die Organisation Secondhand Hounds (SHH), die herrenlose Hunde an neue Besitzer vermittelt, nimmt sich sofort diesem ungewöhnlichen Fall an: Die Tierschützer holen den Hund nach Minnesota im Norden der USA, und machen seinen Fall öffentlich. Sie erstellen für Quasimodo sogar ein eigenes Facebook-Profil, auf dem sie Bilder und Videos des verschmusten Tieres veröffentlichen. Und so liebenswert unperfekt wie er ist, hat er mit seiner wundervollen Art seine mittlerweile schon 70.000 Fans im Sturm erobert.

Viele User möchten Quasi deswegen auch am liebsten sofort adoptieren. Doch die Organisation schließt eine Adoption vorerst aus. Seine vollständige Genesung steht im Vordergrund. "Hallo, ihr alle! Viele Menschen fragen danach, Quasi zu adoptieren, aber im Moment ist eine Adoption das Letzte, was wir uns vorstellen. Unser derzeitiger Plan lautet, Quasi komplett gesund werden zu lassen und dann kommen wir auf die Angebote zurück", schreiben die Verantwortlichen bei Facebook.

Und wenn es so weit ist, kann sich der kleine Internet-Liebling seine Familie aussuchen. Warum alle so vernarrt in Quasimodo sind, sehen Sie im Video.