Schädel der Heiligen Drei Könige sind im Kölner Dom zu sehen

Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild
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06. Januar 2020 - 11:20 Uhr

Im Kölner Dom ist am Montag der Dreikönigsschrein geöffnet worden - erstmals nicht nur für einen Tag, sondern für eine ganze Woche. Solange kann man nun hinter einem Gitter die Schädel der drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar sehen.

Nach biblischer Überlieferung waren die "Weisen aus dem Morgenland" als erste zum Jesuskind gepilgert. Ein Stern habe ihnen den Weg gewiesen. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki sagte am Montag in seiner Predigt, die Könige hätten sich damals auf den richtigen Weg gemacht und seien nicht irgendwelchen Irrlichtern gefolgt. "Der Glaube birgt in sich eine überzeitliche Wahrheit", betonte Woelki. Diese Wahrheit dürfe nicht dem Zeitgeist geopfert werden. Eine "gleichgeschaltete Kirche" nütze niemandem. Woelki gilt als einer der konservativsten deutschen Bischöfe und einflussreichster Gegner des derzeitigen Reformkurses von Kardinal Reinhard Marx, des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.

Die mutmaßlichen Gebeine der Heiligen Drei Könige wurden im Jahr 1164 als Kriegsbeute aus Mailand nach Köln geschafft. Sie waren für mittelalterliche Menschen eine Sensation, so dass sich die damals größte deutsche Stadt zum bedeutendsten Wallfahrtsort nach Rom und Santiago de Compostela entwickelte. Der Feiertag "Heilige Drei Könige" am 6. Januar ist einer der wichtigsten Festtage für Katholiken.

Quelle: DPA