Schadstoffwerte: Stuttgart ist besonders belastet

25. April 2015 - 17:59 Uhr

Es folgen München, Reutlingen, Düren, Kiel, Limburg und Freiburg

Stuttgart ist sowohl der am höchsten mit Feinstaub als auch mit Stickstoffdioxid belastete Ort in Deutschland. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Demnach ist - auch wegen der Lage in einem Talkessel - der Jahreswert beim Stickstoffdioxid teils mehr als doppelt so hoch wie der zulässige Grenzwert. Es folgen München, Reutlingen, Düren, Kiel, Limburg und Freiburg.

Beim Feinstaub wurde der Grenzwert 2013 am Neckartor in Stuttgart an bis zu 91 Tagen überschritten, bei eigentlich maximal 35 zulässigen Überschreitungen in einem Jahr. Hier liegt Reutlingen auf Platz zwei, es folgen Markgröningen, Tübingen, Gelsenkirchen, Hagen und Leipzig. Nach Angaben des Umweltbundesamtes besserte sich die Feinstaubbelastung am Neckartor 2014 aber etwas - der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter wurde im vergangenen Jahr aber immer noch an 63 Tagen überschritten. Die bundesweit höchste Ozonbelastung findet sich auf dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal, hier wurde an 46 Tagen im Jahr der Zielwert überschritten.

Aus der Abfrage der Schadstoffbelastungen geht zudem hervor, dass das Grundwasser in einigen niedersächsischen Regionen am stärksten mit Nitrat belastet ist, wobei sich die höchste Belastung mit 320,5 Milligramm je Liter im rheinland-pfälzischen Meckenheim findet, der zulässige Wert liegt bei 50 Milligramm pro Liter. Diese Belastungen seien vor allem auf "menschlich verursachte Einträge insbesondere aus der Landwirtschaft" zurückzuführen, heißt es in der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold (SPD).