Fahrverbote wegen Luftverschmutzung drohen: Was muss ich als Dieselfahrer jetzt tun?

01. August 2017 - 12:09 Uhr

Kein Grund zum Aufatmen

Viele Autofahrer in Deutschland sind verunsichert – in mehreren Innenstädten drohen wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Emissionen Diesel-Fahrverbote. Lohnt es sich, alte Diesel nachzurüsten? Das ist zwar technisch möglich, aber auch aufwendig und teuer.

Schadstoffbelastung über den Grenzwert

Rund 15 Millionen Diesel-Autos sind momentan auf unseren Straßen unterwegs. Viele Fahrer sind ratlos und wissen nicht, wie es mit ihrem Auto weitergehen soll. Fahrverbote sollen in Großstädten durchgesetzt werden. "Ich fühle mich wirklich betrogen. Ich habe dieses Auto gekauft, nach Zusicherung, dass die Werte alle ausgezeichnet sind und sich verbessern werden. Dann erfahre ich, dass nichts was auf den Papieren steht, stimmt", sagt Hartmut Bäumer.

Moderne Dieselfahrzeuge erzeugen kaum Schadstoffe und stellen für die Gesundheit auch praktisch keine Gefahr dar. Das verspricht die Werbung und so sollte es laut Abgasnorm auch der Fall sein. Doch die Realität sieht anders aus. Vielfach ist die Belastung mit Schadstoffen deutlich zu hoch, weil seitens der Hersteller mit den Abgaswerten geschummelt wird.

Diesel-Fahrer aufgepasst

Für Fahrzeuge, die nicht die Abgasnorm 6 erfüllen, soll es bei Feinstaubalarm Fahrverbote geben. Eine Nachrüstung ist technisch sehr aufwendig und damit praktisch so gut wie ausgeschlossen. Wer also zu lange mit dem Verkauf seines Diesel-PKWs wartet, muss mit starken Wertverlusten rechnen. "Ich würde allen, die sich jetzt einen neuen Wagen kaufen abraten, sich einen Diesel zu kaufen. Das Risiko ist einfach zu groß, dass man sich die Katze im Sack kauft", so Ferdinand Dudenhöffer. Für die Stadt lohne sich eher der Kauf eines Elektro-Autos.