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Schadstoffbelastete Eier im Kreis Wolfenbüttel entdeckt

Fipronil-Krise
Ein aufgeschlagenes Ei liegt zwischen anderen weißen Eiern in einem Karton. Foto: Armin Weigel/Archiv © deutsche presse agentur

Auf einem Hühnerhof im Landkreis Wolfenbüttel sind bei einer Routinekontrolle giftbelastete Eier gefunden worden. Der Höchstgehalt der Summe aus Dioxinen und dioxinähnlichem PCB (Polychlorierte Biphenyle) sei bei ihnen überschritten, teilte das Agrarministerium am Mittwoch in Hannover mit. Es bestehe bei den ermittelten Werten beim Verzehr über einen kurzen Zeitraum hinweg keine gesundheitliche Gefährdung, hieß es. Solche Überschreitungen werden den Angaben zufolge nur in seltenen Einzelfällen festgestellt.

Die Verwendung von PCB in Deutschland ist zwar seit 1989 verboten, dennoch ist die Thematik der belasteten Nahrungs- und Futtermitteln laut Bundesumweltamt noch nicht gelöst.

Dem betroffenen Betrieb, in dem 1600 Legehennen gehalten werden, sei am Dienstag die Abgabe von Hühnereiern untersagt worden. Zudem wurden weitere Proben entnommen. Die jetzt beanstandeten Eier wurden laut Ministerium ausschließlich direkt vom Erzeuger an Verbraucher abgegeben und seien daher nicht mit einem Erzeugercode gekennzeichnet. Der Betrieb informiere seine Kunden. Er wird bei der Suche nach der Verunreinigungs-Quelle unterstützt vom zuständigen Veterinäramt, Experten des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) sowie von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Bereits 2012 waren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit Dioxin und dem dioxinähnlichen PCB verunreinigte Eier entdeckt und aus dem Handel zurückgerufen worden.


Quelle: DPA

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