Schadenersatzprozess um Amoklauf von Winnenden

13. Februar 2016 - 20:22 Uhr

Mehr als vier Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen hat am Mittwoch der erste Prozess um Schadenersatz begonnen. Die Witwe eines der 15 Opfer will vom Vater des Amokläufers Unterhaltszahlungen und Bestattungskosten in Höhe von rund 80.000 Euro erstreiten. Nach 35 Minuten endete die Sitzung vor dem Landgericht Stuttgart, Kläger- und Verteidigeranwälte setzten außergerichtliche Gespräche fort. Bisher sind sechs Schadenersatzklagen in Gesamthöhe von mehreren hunderttausend Euro anhängig.

Die Stadt Winnenden verlangt zudem nach Anwaltsschätzungen rund 9,4 Millionen Euro von den Eltern des Amokläufers, weil der Vater die Tatwaffe unverschlossen im Schrank aufbewahrt hatte.