Jugendliche haben weniger Sex als ihre Eltern

Schaden Pornos unserem Sexleben?

01. Februar 2020 - 12:49 Uhr

Dating-Apps und Pornos sind Schuld an Sexflaute bei Teenagern

Sie chatten, tindern, schauen Pornos im Internet oder drehen selbst welche. Jugendliche sind heute viel am Handy und PC beschäftigt. Laut einer australischen Studie ist genau DAS der Grund, warum es im Bett bei den 18-24-Jährigen angeblich nicht läuft. Rund 40 Prozent der Befragten in dem Alter hatten noch nie Sex! Nur 15 Prozent schaffen es auf ein Schäferstündchen im Monat. Dagegen werden doppelt so viele, nämlich 30 Prozent, der 40- bis 49-Jährigen im Bett intim.

Übrigens: den besten Sex haben angeblich Frauen über 40. Warum das so ist, wann wir unseren absoluten Sex-Höhepunkt erreichen und wie wir richtig guten Sex aufrecht erhalten können - das erklärt Sexualtherapeutin Beatrice Wagner im Video.

Pornos vermitteln ein falsches Frauenbild

Das Problem an Pornos: sie vermitteln uns ein falsches Bild von Sexualität - und das häufig schon lange bevor wir angefangen haben, den Körper eines anderen kennenzulernen. Gegenüber der Daily Mail sagt Sexualtherapeutin Jacqueline Hellyer, dass Pornos das Gefühl vermitteln "von der Hüfte an aufwärts müssen Frauen aussehen wie eine stillende Mutter. Und von der Hüfte abwärts wie ein Kind vor der Pubertät."

​Die Expertin ist sich sicher, dass Pornos die Vorstellung vermitteln, Sex könne nur zwischen zwei gut aussehenden Menschen stattfinden. Frauen seien daher nur darauf bedacht, beim Liebesspiel möglichst gut auszusehen und würden dabei den Spaß am Liebesspiel vergessen. Die Angst, sich nackt gegenüber dem Anderen zu zeigen, würde immer größer.

Pornos werden heiß diskutiert

Ob Pornos Schuld daran sind, dass im Bett nichts mehr läuft, wird derzeit auch in der aktuellen STERN-Diskuthek-Folge diskutiert. Pornostar Lucy Cat, Pornoproduzent Wolf Wagner, Femen-Aktivistin Klara Martens und Paulita Pappel, die feministische Pornos produziert streiten heftig über die Frage. Pornostar Lucy Cat hatte gleich ihr erstes sexuelles Erlebnis mit einem Porno: Sie sah einen Gangbang, noch bevor sie ihr erstes Mal hatte. "Ein bisschen befremdlich", fand sie es zu Beginn, erzählt sie in der DISKUTHEK. Femen-Aktivistin Klara Martens sagt, dass sie froh darüber sei, dass sie nie damit angefangen habe, Pornos zu schauen: "Weil ich glaube, meine Sexualität konnte sich frei entwickeln, ich habe nicht vorgelebt bekommen, wie Sexualität sein sollte."

Im Video: So kommen SIE garantiert zum Höhepunkt

Die oberste Devise für befriedigenden Sex ist es, den eigenen Körper und dessen Bedürfnisse gut zu kennen. Ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie man aussieht oder was man angeblich tun sollte. Wie das am besten funktioniert? Selbstbefriedigung ist das beste Mittel, sich und seine Bedürfnisse genauer kennenzulernen. Tipps, wie Sie garantiert einen vaginalen Orgasmus erleben, geben wir Ihnen im Video.